Im Fall der Steinewerfer auf einen Eurocity-Zug am 15. Februar ermittelt die Bundespolizei nun gegen zwei Minderjährige wegen gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr und Sachbeschädigung.

11 und 13 Jahre alt

Die zwei Jungen, 11 und 13 Jahre alt, sollen den Zug gegen bei Jacobsdorf mit Steinen beworfen haben, heißt es in einer Mitteilung vom Dienstag. Durch den Aufschlag ist die Frontscheibe der Lok gesplittert. Zunächst habe der Eurocity seine Fahrt fortsetzen können, bis es zu einem Brand im Bereich der Scheibe gekommen sei. Am Bahnhof Fangschleuse hat der Triebwagenführer den EC48 dann gestoppt und den Brand mit einem Feuerlöscher selbst gelöscht.

Fahndungserfolg in Jacobsdorf

Die alarmierte Freiwillige Feuerwehr Grünheide, die mit mehreren Kräften vor Ort war, musste nach eigenen Angaben selbst nicht eingreifen.
Im Rahmen einer Fahndung der Bundespolizei sind später am mutmaßlichen Tatort in Jacobsdorf die beiden Kinder in Gewahrsam genommen worden. Sie wurden von Beamten an ihre Eltern übergeben.

Bundespolizei spricht Warnung aus

In ihrer Mitteilung warnt die Bundespolizei davor, Bahnanlagen zu betreten: „Bahnanlagen sind kein Spielplatz.“ Gerade Kinder, Jugendliche und junge Erwachsende würden immer wieder sich und andere gefährden, heißt es, vor allem durch leichtsinniges Verhalten und Unachtsamkeit. Die tödlichen Gefahren des Bahnstromes seien dabei nur eine von mehreren Gefahrenquellen. „Das Auflegen von Hindernissen oder Bewerfen von Zügen sind keines Falls ‚dumme-Jungen-Streiche‘, sondern gefährlich und strafbar.“

Lok-Führer im Krankenhaus behandelt

In dem Eurocity, der aus Warschau kam und in Richtung Berlin unterwegs war, saßen nach Angaben des Bundespolizei 31 Reisende. Sie seien unverletzt geblieben und hätten ihre Fahrt mit einem nachfolgenden Regionalexpress fortsetzen können.
Der 53-jährige Lokführer wurde von Rettungskräften zur medizinischen Versorgung in ein Krankenhaus gebracht. Die Bahnstrecke zwischen Frankfurt (Oder) und Berlin war längere Zeit unterbrochen. Es kam zu zahlreichen Verspätungen und Zugausfällen, wie die Bahn mitteilte.