Bahn in Berlin-Brandenburg
: Regional-Bahnhof Köpenick kommt später

Im Sommer 2027 sollten die Umbauarbeiten am Bahnhof Berlin-Köpenick abgeschlossen sein. Warum der Zeitplan nicht eingehalten werden kann und was das für Pendler bedeutet.
Von
Eva Mauer
Berlin-Köpenick
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Umbau des Bahnhofs Köpenick zum Regionalbahnhof 2025: Berlin, Stadtbild, Umbau des Bahnhofs Berlin-Köpenick zum Regionalbahnhof, 13.03. 2025, Foto: Matthias Koch

Umbau des Bahnhofs Köpenick zum Regionalbahnhof 2025: Im Sommer 2027 sollten hier die ersten Regionalzüge halten, doch daraus wird nichts, teilt die Deutsche Bahn mit.

Matthias Koch
  • Umbau des Bahnhofs Köpenick zum Regionalbahnhof verzögert sich bis Dezember 2027.
  • Neuer 220-Meter-Bahnsteig für Regionalzüge, darunter die Linie R1, entsteht.
  • Fachkräftemangel, besonders in Leit- und Sicherungstechnik, verzögert Baufortschritt.
  • S3-Pendler betroffen: Sperrungen, Ersatzverkehr und Ausfälle bis Abschluss.
  • Gesamtprojekt Berlin–Frankfurt (Oder) soll im Februar 2028 fertiggestellt sein.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Im Sommer 2027 sollten die ersten Regionalzüge am Bahnhof Berlin-Köpenick halten, doch Reisende und Pendler müssen sich noch länger gedulden.  Erst im Dezember 2027 – fünf Monate später als geplant – soll der Bau des Regionalbahnsteigs Köpenick abgeschlossen sein, das teilt die Deutsche Bahn am Donnerstag (11.09.) mit.

Im Frühjahr 2023 begannen die Bauarbeiten in Köpenick. Das Herzstück des Projekts: ein 220 Meter langer Bahnsteig für den Regionalverkehr. Zukünftig soll hier die viel genutzte Linie des R1, die zwischen Magdeburg, Berlin und Frankfurt (Oder) unterwegs ist, halten. Vor allem für Pendler ein großer Gewinn: Die Fahrzeiten von Erkner nach Köpenick, aber auch von Köpenick nach Ostkreuz, wären deutlich kürzer als bisher.

„Darüber hinaus werden westlich der Bahnhofstraße ein Zugang zur S-Bahn und zum Regionalbahnsteig sowie östlich eine Personenunterführung mit Zugängen zum S- und Regionalbahnsteig gebaut“, heißt es auf der Website des Bauprojekts. Außerdem ist der Bau drei neuer Aufzüge geplant, der Bahnhof wäre damit zukünftig barrierefrei. Der Umbau geht mit einigen Einschränkungen für Anwohner und Pendler einher, vor allem die S-Bahn auf der Linie S3 ist betroffen, die von Erkner über Köpenick nach Spandau verkehrt.

Warum sich der Ausbau in Berlin-Köpenick verzögert

Dass der Ausbau sich verzögere und Reisende nun noch länger mit Sperrungen, Schienenersatz-Verkehr und Ausfällen rechnen müssen, liege vor allem am Fachkräftemangel, heißt es in der Mitteilung der Deutschen Bahn:  „Die von uns benötigten Spezialisten sind zurzeit auf dem Markt nicht verfügbar“. Vor allem Experten im Bereich der Leit- und Sicherungstechnik würden dringend benötigt. Recruiting-Maßnahmen und internen Qualifizierungsmaßnahmen sollen Abhilfe schaffen, teilt die Deutsche Bahn mit.

Der Umbau des Bahnhofs Köpenick zum Regionalbahnhof ist Teil des Ausbauprojekts Berlin – Frankfurt (Oder) – Bundesgrenze (Deutschland/Polen). Im Rahmen des Projekts wurde bereits der Abschnitt Berlin-Hirschgarten bis Erkner modernisiert, auf dem nun Züge im zweigleisigen Betrieb mit 160 statt 120 Kilometern pro Stunde fahren können. Dem angepassten Zeitplan der Bahn zufolge soll das Gesamtprojekt im Februar 2028 abgeschlossen sein.

Auch der S-Bahnhof Hirschgarten wird im Rahmen des Projekts ausgebaut –  seit Herbst 2024 werden dort barrierefreie Zugänge errichtet. Wie sich die Verzögerungen in Köpenick auf das Projekt in Hirschgarten auswirken, werde derzeit geprüft, heißt es in der Pressemitteilung der Deutschen Bahn, denn die Abläufe der beiden Umbauprojekte seien eng miteinander verknüpft.

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