Bahn RE1 in Berlin: Sperrung in Köpenick, auch S3 ab Erkner fährt anders

Ausfall: Ein RE1 der Odeg am Bahnhof Erkner auf dem Weg nach Berlin.
Christian Heinig- RE1 zwischen Berlin und Erkner ab 10. Juli, 21 Uhr gesperrt – Grund sind Bauarbeiten in Köpenick.
- Ende Juli wird die RE1-Strecke Berlin–Frankfurt (Oder) unterbrochen: vom 24. Juli bis 14. August.
- Ab 14. August fährt der RE1 wieder Erkner–Frankfurt (Oder), der Abschnitt nach Berlin bleibt bis 24. August dicht.
- S3 dient als Ersatz ab Erkner, jedoch Taktänderungen 10. Juli (22 Uhr) bis 10. August (1.30 Uhr) und Halt ausfallend in Hirschgarten.
- Nachts setzt die Odeg Busse ein, Details folgen nach Abstimmung mit dem VBB.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Auf Pendler des RE1 zwischen Berlin, Erkner, Fürstenwalde und Frankfurt (Oder) kommen schwierige Wochen zu. Auf der Strecke stehen gleich mehrere Sperrungen an, die erste davon im Bereich Köpenick. Dort wird der Bahnhof zum Regionalbahnhof ausgebaut.
Die Folge: Kein Zugverkehr auf den Regional- und Fernbahngleisen zwischen Berlin und Erkner ab 10. Juli, 21 Uhr. Ende Juli kommt es sogar noch dicker. Weil parallel bei Tesla in Grünheide der neue Bahnhof Fangschleuse entsteht, wird die RE1-Trasse dann für drei Wochen komplett zwischen Berlin und Frankfurt (Oder) unterbrochen – vom 24. Juli bis 14. August. Anschließend soll der RE1 der Odeg zwar wieder von Erkner nach Frankfurt (Oder) rollen. Doch der Abschnitt bis Berlin bleibt noch gesperrt – bis 24. August.
Für Fahrgäste heißt das: Sie müssen mit erheblich längeren Fahrzeiten rechnen. Und nicht nur das. Sie brauchen auch ein gutes Nervenkostüm.
Kein RE1 zwischen Erkner und Berlin: So fährt die S-Bahn
Was die Sperrung in Köpenick ab 10. Juli angeht, so gibt es nun erste Informationen zum Ersatzverkehr. Die gute Nachricht: Die S-Bahn der Linie S3 ab Erkner ist nicht von der Sperrung betroffen. Sie kann daher zu den Betriebszeiten als Ersatz zwischen Berlin und dem Brandenburger Außenast dienen.
Es gibt allerdings auch eine schlechte Nachricht. Denn bei der S3 kommt es ebenfalls zu Einschränkungen. Darauf weist ein Bahn-Sprecher auf Nachfrage hin.
Wie die S-Bahn auf ihrer Internetseite mitteilt, kommt es vom 10. Juli (22 Uhr) bis 10. August (1.30 Uhr) zu Taktänderungen zwischen den Bahnhöfen Friedrichshagen und Köpenick. Fahrgäste müssen in beiden Fahrtrichtungen in Friedrichshagen umsteigen, heißt es. Der Abschnitt werde zudem nur im 20-Minuten-Takt bedient. Ausgenommen seien die Hauptverkehrszeiten von Montag bis Freitag zwischen 6 und 9 Uhr sowie 14 und 18.30 Uhr.

Einsteigen in den Ersatz-Bus in Erkner: Pendler und Reisende müssen im Juli und August mit zahlreichen Einschränkungen beim RE1 leben.
Joachim EggersBeachtet werden müsse auch, dass die S3 in beiden Fahrtrichtungen in Hirschgarten ohne Halt durchfahre. Für den Bahnhof Hirschgarten, der sich seit Längerem im Bau befindet, soll ein Ersatzverkehr mit Bussen eingerichtet werden.
Nachts keine S-Bahn nach Berlin: Was fährt dann für den RE1?
Bleibt noch die Frage, was nachts ist, wenn die S-Bahnen in der Regel zwischen 1 und 4 Uhr Betriebspause haben? Hier will die Odeg, die den RE1 betreibt, dann Busse einsetzen. „Für Fahrten in Tagesrandlagen, bei denen kein planmäßiger Anschluss an die S-Bahn in Erkner besteht, ist vorgesehen, dass der Ersatzverkehr bis nach Berlin verkehrt“, teilt eine Sprecherin mit.
Details kann sie aber noch nicht nennen. Noch liefen zum gesamten Ersatzverkehr Abstimmungen mit dem Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg (VBB) sowie weiteren Beteiligten. „Die konkreten Fahrgastinformationen werden veröffentlicht, sobald die Planungen final abgestimmt sind“, so die Sprecherin.
Die Bauarbeiten in Köpenick werden wie in Fangschleuse bei Tesla von der DB InfraGO durchgeführt. Die Vollsperrung in Berlin ist laut Bahn-Sprecher aus mehreren Gründen nötig. Er nennt etwa den Aushub einer Fernbahnhilfsbrücke über der Wuhle sowie einer weiteren über der Bahnhofstraße. Außerdem gebe es Bauarbeiten am Fußgängertunnel (Ostzugang) sowie umfangreiche Arbeiten an der Leit- und Sicherungstechnik.
Der neue Regionalbahnhof in Köpenick soll nach aktuellem Stand weiterhin im Dezember 2027 ans Netz gehen. Dann wird dort erstmals ein RE1 halten. Für Pendler verkürzen sich die Fahrzeiten gegenüber der S-Bahn dann zum Teil erheblich.


