BER in Schönefeld
: Technikausfall am Flughafen – Störungen behoben

UPDATE 18:51 Uhr: Durch einen Technikausfall der Polizei kam es bundesweit teils zu massiven Störungen an Flughäfen. Wie ist die Lage am BER in Schönefeld?
Von
dpa
Schönefeld
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Fluggäste am BER in Berlin-Schönefeld. Aufgrund einer technischen Störung bei den Computersystemen der Bundespolizei kommt es zu erhöhten Wartezeiten.

Fluggäste am BER in Berlin-Schönefeld. Aufgrund einer technischen Störung bei den Computersystemen der Bundespolizei kommt es zu erhöhten Wartezeiten.

Christoph Söder/dpa
  • Technikausfall bei der Polizei führt zu langen Wartezeiten am BER-Flughafen in Schönefeld.
  • Polizei führt Kontrollen manuell durch; Passagiere warten teils bis zu zwei Stunden.
  • Störung betrifft mehrere große Flughäfen in Deutschland, kein Einreisestopp.
  • Zeitpunkt der Behebung der Störung noch unklar.
  • Bundespolizei und Flughafen-Sprecherin bestätigen Verzögerungen.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Am Hauptstadtflughafen BER laufen die Einreisekontrollen wieder ohne Probleme. Es gebe keine Verzögerungen mehr, sagte eine BER-Sprecherin. Eine Sprecherin der Bundespolizei sagte, seit 17.45 Uhr laufe am Hauptstadtflughafen wieder alles normal. Beide konnten jedoch nichts dazu sagen, ob die technische Störung behoben sei.

Eine Sprecherin der Bundespolizei Berlin-Brandenburg bestätigte, dass es eine entsprechende technische Störung gebe und in der Folge Verzögerungen bei der Einreise am BER.

BER Schönefeld – Polizei musste Kontrollen händisch durchführen

Der Technikausfall hatten an großen deutschen Flughäfen zu massiven Problemen bei der Einreise aus Nicht-Schengen-Staaten geführt. Das für die automatisierte Einreisekontrolle zuständige IT-System funktionierte nicht, sagte ein Sprecher der Bundespolizei St. Augustin auf Anfrage. Die Polizei müsse die Kontrollen händisch durchführen. Es kam „vermehrt zu Wartezeiten und zum Rückstau“. Es handelte sich um einen „bundesweiten Systemausfall“. Betroffen waren alle großen Flughäfen.

Der Schengen-Flugraum, wo es nur Stichproben-Kontrollen gebe, sei „weniger das Problem“, sagte der Sprecher weiter. Seit 14 Uhr kam es zu den Beeinträchtigungen. Die Polizeikräfte seien für die Kontrollen verstärkt worden.

Starke Verzögerungen in Düsseldorf, auch München betroffen

Am größten deutschen Flughafen in Frankfurt waren die Auswirkungen bis zum Freitagnachmittag gering. „Operativ“ gebe es kaum Probleme, sagte ein Sprecher des Flughafenbetreibers Fraport, der Betrieb laufe „regulär“. Ein Sprecher der Bundespolizei, zuständig für den Flughafen Frankfurt, sagte der „Bild“-Zeitung: „Unsere Kollegen müssen vieles händisch machen, was vorher das System gemacht hat. Aktuell kriegen wir es noch gewuppt.»

Der Flughafen Düsseldorf teilte mit, dass es Beeinträchtigungen bei der Grenzkontrolle für Flüge in und aus dem Nicht-Schengen-Bereich wie Türkei, Ägypten oder Katar komme. „Derzeit sind hier nur Ein- und Ausreisen mit starken Verzögerungen möglich“, hieß es. EU-Destinationen und weitere Staaten, die dem Schengen-Raum angehören, seien nicht betroffen. Die betroffenen Passagiere würden von Mitarbeitern des Flughafens mit Wasser versorgt.

Auch der Münchner Flughafen war laut einem Sprecher zumindest zwischenzeitlich von der Störung betroffen. Auswirkungen auf den Flugplan habe es zunächst aber nicht gegeben.

Am Flughafen Karlsruhe/Baden-Baden in Baden-Württemberg müssen laut Bundespolizei Offenburg 450 Passagiere im Terminal warten. Zwei Maschinen können demnach wegen der Störung nicht abgefertigt werden. Sie sollten nach Marokko und nach Albanien abheben.

Ausfall des Fahndungssystems der Polizei in Hamburg

In Hamburg fiel nach Angaben der Bundespolizei ein Fahndungs- und Auskunftssystem der Polizei aus, so dass es bei den Grenzkontrollen am Flughafen zu Verzögerungen komme. Da Anfragen derzeit über ein anderes, langsameres System erfolgen müssten, dauere die Abfertigung etwas länger. Er betonte jedoch, es herrsche kein Chaos. Das Problem betreffe auch nur Passagiere, die aus Drittstaaten außerhalb der EU kämen oder dorthin wollten – und deshalb zu Grenzkontrollen müssten. Ausdrücklich nicht betroffen seien die Sicherheitsschleusen.

Die Zuständigkeit liege beim Bundeskriminalamt (BKA). Das polizeiliche Informationssystem Inpol ist ein elektronischer Datenverbund zwischen Bund und Ländern. Es gilt als Herzstück des Informationsverbunds der Polizeien von Bund und Ländern. Alle Polizeibehörden können dort Daten einspeichern und abrufen.

Flughafen Leipzig und Dresden zunächst nicht betroffen

Probleme haben unter anderem auch die Airports Hannover und Hamburg. Laut Bundespolizei sind die sächsischen Flughäfen in Leipzig und Dresden aktuell dagegen noch nicht betroffen. Der Auslöser für den IT-Ausfall bei der Bundespolizei war zunächst unklar.