Die Einsatzorte zogen sich einen Waldweg entlang, der zwischen den Gosener Bergen und dem Oder-Spree-Kanal, etwa auf der Grenze zu Berlin, verläuft. Die Brandstellen hätten das gleiche Muster aufgewiesen, sagt Wiese: "Gras war angesteckt, darüber lagen abgebrochene Bäume."
Der erste Alarm ging um 13.15 Uhr bei der Gosener Wehr ein. "Spaziergänger, die mit einem Hund unterwegs waren, haben den Brand gemeldet und uns vor Ort eingewiesen", schildert Wiese. Flammen züngelten dort an einem Baum und auf etwa 30 Quadratmetern Gras. "Im ersten Moment dachten wir, da hat vielleicht jemand eine Kippe hingeworfen", sagt der Ortswehrführer. Doch als die Einsatzkräfte den zweiten Brandort fanden, vermuteten sie Brandstiftung. "Wir haben alles abgefahren, den Einsatz an die Berliner Wehr übergeben", sagt Wiese.
Als die Kollegen dann gar acht Feuerstellen meldeten, war die Sache klar. "Da ist wieder ein Verrückter unterwegs", sagt Wiese. Nur der Regen der vergangenen Tage habe Schlimmeres verhindert, fügt er an. Zuletzt hätten um das Jahr 2000 und in den 1990er-Jahren Brandserien die Wehr in Atem gehalten, sagt Wiese. "Aber so viele Brände an einem Tag hatten wir noch nie."