E-Autos
: Gosen-Neu Zittau hadert mit öffentlicher Ladestation

Bald ist das Tesla-Werk in Sichtweite und Gosen-Neu Zittau hat noch keine Ladestation für E-Autos. Kann das so bleiben?
Von
Mara Kaemmel
Gosen-Neu Zittau
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In Gosen-Neu Zittau können E-Auto-Fahrer von einer solchen Ladestation nur träumen. Die Gemeinde, in deren Nähe das Tesla-Werk entstehen soll, diskutiert darüber, ob es zu ihren Aufgaben gehört, die Stationen anzubieten. (Symbolfoto)

Friso Gentsch/dpa

Mit Blick auf die Ansiedlung von Tesla in Grünheide gab der Ausschussvorsitzende Thomas Schölzchen zu bedenken: „Vielleicht ist das Thema aktueller als uns lieb ist.“ Aber wenn Ladesäulen gebraucht würden, wo sei ein geeigneter Standort und wer solle der Betreiber sein? Anja Grabs schlug den Parkplatz neben der Kirche vor. Ein weiterer Vorschlag lautete: auf dem Parkplatz im Müggelpark.

Wer ist der Betreiber?

Thomas Schölzchen plädierte für Energieversorger als Betreiber, der Gosener Ortsvorsteher Detlef Wiese pflichtete ihm bei. „Wir müssen kein Geld rausschmeißen für Sachen, die uns als Gemeinde nichts angehen.“

Ganz anders lautet der Ansatz von Günter Sierakowski, dem Ortvorsteher von Neu Zittau. „Ladesäulen sind ein Service für Einwohner und Touristen“, sagte er. Er sieht eine Chance, mit Parkraumbewirtschaftung Geld für die Gemeindekasse zu verdienen.  Er regte an, die Förderung der E-Mobilität in der Gemeinde zum Thema einer Sondersitzung zu machen.