Die Grünheider Verwaltung hat dem Bauausschuss am Donnerstag einen Variantenvergleich vorgestellt, wie der Stützpunkt auf Vordermann gebracht werden könnte. Am preiswertesten wäre es laut Bauamtsmitarbeiter Marco Baur, die Innen- und die Außenhülle zu sanieren. Das würde in etwa 90 000 Euro kosten. Aber, um die Arbeit der Rettungsschwimmer wert zu schätzen und womöglich sogar eine Ausweitung ihres Angebots zu erzielen, wäre ein Ersatzbau vorzuziehen. Für den wiederum gibt es vom Standort her zwei Möglichkeiten. Die bessere Sicht auf den Badebetrieb wäre von der Strandmitte aus gegeben. Jedoch wäre für einen Bungalow ein Pfahlbau nötig. Zudem würde die freie Sicht von der Straße aus über den See versperrt.
Für den Bauausschuss waren das Argumente genug, um für die Beibehaltung des jetzigen Standorts zu plädieren. Hier wiederum stehen eine Bungalow- (131 000 Euro) und eine Containerlösung (147 000 Euro) im Vergleichspapier. In jedem Fall kämen bei den Kosten noch die für eine öffentliche Toilette (41 000 Euro) hinzu, die an dem Strand dringend gebraucht wird.
Tendenz zur Containerlösung
Ohne etwas zu empfehlen, war im Ausschuss eine Tendenz zur Containerlösung deutlich zu vernehmen. André Runge (Bürgerbündnis) regte jedoch eine ansprechende Optik an. Zudem wurde deutlich, dass dringend mit der DLRG gesprochen werden müsse, um den aktuellen Ansprüchen an ihre Arbeit gerecht zu werden. "Wir brauchen zu dem Sanitäterraum eine separaten Eingang von außen", sagte Jacobeit. Zudem wäre zu überlegen, das Domizil so zu dimensionieren, dass neben einem Lagerraum auch ein Aufenthaltsraum mit Möglichkeit zur Übernachtung von vier Personen möglich ist. "Dann finden wir auch Mitglieder, die nicht nur am Wochenende, sondern auch in den Ferientagen dazwischen Dienst machen", erklärt Jacobeit.
Zudem bat darum, mit dem Pächter des Steges klären, ob sich Rettungsschwimmer auf den Steg setzen dürfen, um die Badestelle zu überblicken. "Beim Vorgänger durften wird das." Ebenso empfahl Jacobeit, den üppigen Bewuchs am Ufer für eine bessere Sicht zu stutzen.
Die DLRG sichert noch bis Ende September immer sonnabends und sonntags am Peetzsee den Badebetrieb ab. 2018 kamen so 214 Einsatzstunden zusammen; 2019 waren es 131.