Einbrüche in KW: Königs Wusterhausen warnt Bürger von Spähern

In der dunkeln Jahreszeit kommt es vermehrt zu Einbrüchen. Die Stadt Königs Wusterhausen warnt ihre Einwohner nun auf neuen Wegen. (Symbolfoto)
Frank Rumpenhorst/dpa- In Königs Wusterhausen steigen Einbrüche, besonders in der dunklen Jahreszeit.
- 2023 gab es 1023 Einbrüche, ein Anstieg um 12 Prozent.
- Zwei Einbrüche in der Heinrich-von-Kleist-Straße 2025 alarmieren die Stadt.
- Bürger werden über Social Media zur Wachsamkeit aufgerufen.
- Polizei betont die Bedeutung einer aufmerksamen Nachbarschaft.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Wie sicher ist man heute noch in seinem eigenen Zuhause? Nach jahrelangem Rückgang sind die polizeilich registrierten Straftaten in Brandenburg in den vergangenen Jahren erneut gestiegen. Ein Treiber dabei sind Diebstahlsdelikte, sie machen etwa ein Drittel der Gesamtkriminalität aus.
Das zeigt sich auch im Jahresbericht der Polizeidirektion Süd von 2023, die unter anderem den Landkreis Dahme-Spreewald umfasst. Mehr als 18.000 Straftaten wurden hier im Bereich Diebstahl verzeichnet. Darunter zählen Fahrzeugdiebstähle, Ladendiebstähle sowie Diebstähle aus Wohnungen und Häusern. In Zahlen ausgedrückt kam es im Jahr 2023 zu insgesamt 1023 Einbrüchen, ein Anstieg um 12 Prozent.
Gleich zwei Einbrüche in der KWer Heinrich-von-Kleist-Straße
Und die Einbrüche reißen nicht ab. Gleich für zwei Familien in Königs Wusterhausen begann das neue Jahr mit einem unschönen Erlebnis. Nach Auskunft der Polizeidirektion Süd in Cottbus habe es in den ersten Tagen von 2025 kurz aufeinanderfolgend zwei Einbrüche in der Königs Wusterhausener Heinrich-von-Kleist-Straße gegeben. Laut Polizei spricht man in diesem Falle bereits von einer Häufung, da die Tatorte dicht bei einander liegen. „Damit ist das Sicherheitsgefühl schon etwas alarmiert“, sagt Polizeisprecher Sascha Erler.
Die Stadt Königs Wusterhausen appelliert derzeit mit einem Social-Media-Eintrag an seine Bewohner, wachsam zu sein. In dem Instagram-Post heißt es: „Wohnungen werden zurzeit für Einbrüche ausgespäht. Es wurden Personen gesichtet, die in Fenster von Häusern schauen. Die Anwohner werden gebeten, aufmerksam zu sein.“
Auf Nachfrage bei der Stadtverwaltung teilte man unserem Medienhaus mit, dass es sich dabei um einen Hinweis handele. Bürger aus Königs Wusterhausen hätten ihre Beobachtungen an die Stadt herangetragen, woraus dieser mediale Hinweis entstanden sei. Die Polizei begrüßt diese Form der Prävention durch die Stadt.
Polizei ist für jeden Hinweis dankbar
Nach Auskunft des Pressesprechers Sascha Erler gehen unter der Rufnummer 110 häufig Anrufe von Bürgern ein. Er sagt: „Es ist nicht unüblich, dass Leute die Polizei anrufen und sagen, hier fährt ein merkwürdig aussehendes Auto ganz langsam durch die Straße. Nur selten treffen wir dann jemanden an, der eine Diebesabsicht hat. In den meisten Fällen sind es nur Handwerker.“ Dennoch sei der Anruf bei der Polizei richtig und wichtig. Erler weiter: „Wir sind trotzdem dankbar, dass die Leute lieber einmal zu viel, als einmal zu selten die Polizei anrufen und wachsam sind.“
Doch manchmal können die Menschen im Umfeld noch so wachsam sein, dennoch kommt es dazu, dass ich Fremde Zugang in Wohnungen und Häuser verschaffen. Wie man sich in einem solchen Fall verhält, dazu gibt die Polizei des Landes Brandenburgs Auskunft.
Was mache ich, wenn bei mir eingebrochen wurde?
Ein Einbruch könne beängstigend sein, heißt es. Aber zunächst sei es wichtig, einen kühlen Kopf zu bewahren. Als Erstes sollte zwingend die Polizei informiert werden, auch wenn nichts gestohlen wurde. Dies könne helfen, Muster zu erkennen und spätere Einbrüche zu verhindern. Bis zum Eintreffen der Polizei sollten Bewohner weder etwas anfassen noch aufräumen. So können Beamte Spuren sichern, um so eventuell den oder die Täter überführen zu können, heißt es bei der Polizei.
Gestohlene Mobiltelefone, Geld- oder Kreditkarten sollten umgehend gesperrt, fehlende Gegenstände in einer Liste erfasst und möglichst mit Kaufbelegen oder Seriennummern bei der Versicherung gemeldet werden.
Wie man sich bestmöglich schützen kann, hat die Polizei des Landes Brandenburg auf seiner Homepage unter Präventionsmaßnahmen zusammengefasst. Aber ein wichtiges Instrument ist laut Sascha Erler von der Polizeidirektion Süd noch immer: „Eine gute Nachbarschaft. Aufmerksame Nachbarn sind mit der beste Einbruchsschutz, den man sich vorstellen kann.“

