Einkaufen in Königs Wusterhausen: Fleisch und Wurst vom Markt – das wird geboten

Auf dem Markt in Königs Wusterhausen: Ina Matthäi verkauft seit Jahren Fleisch und Wurst von der Fleischerei Glaser.
Sandra Ketterer- Fleisch und Wurst sind auf dem Markt in Königs Wusterhausen erhältlich.
- Die Fleischerei Glaser verkauft seit 25 Jahren Produkte von Neuland-Höfen.
- Fleischerei Penndorf bietet Zwiebelmett an, 40 kg pro Woche verkauft.
- Wild- und Geflügelspezialitäten Hinninger vertreibt Geflügel aus Kleinbauern-Haltung.
- „Die Wurst-Botschaft“ und „Gönn dir Gutes, gönn dir“ bieten regionale und internationale Wurstsorten an.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Die Herbstsonne strahlt über die Bahnhofsstraße in Königs Wusterhausen. Gemüsehändler stehen neben Bäckern, zwei regionale Fischverkäufer bieten Forellen und mehr. Honig, Kaffee, Kleidung – und Fleisch. Während es in Königs Wusterhausen und Umgebung kaum niedergelassene Fleischer gibt, ist die Auswahl auf dem Wochenmarkt schon immer gut gewesen. So umfangreich wie in jüngster Zeit war sie aber wohl noch nie. Ein Überblick.
Eine lange Tradition hat der Stand der Fleischerei Glaser aus Baruth, seit knapp 25 Jahren kommt er hierher, immer dienstags und freitags. Gut sichtbar prangt das Logo des Vereins „Neuland“ auf dem Wagen. Der Verband wirbt für tiergerechte und umweltschonende Nutztierhaltung ohne Bio-Siegel. „Das Fleisch, das wir verwerten, stammt zum Teil von ‚Neuland‘-Höfen in Niedersachsen und Schleswig-Holstein“, erklärt Chef Detlev Glaser. Daneben setze er auf Ware von regionalen Züchtern – „aber keine Massentierhaltung“ – und kaufe einige Spezialitäten wie Fenchel-Salami oder Serrano-Schinken zu.
Würste, Schinken, Schnitzel: Der Markt in Königs Wusterhausen

Der Wochenmarkt von Königs Wusterhausen findet dienstags und freitags statt. Aktuell sind viele Fleischer und Händler von Wurst vertreten.
Sandra KettererKalbsschnitzel und Schweinebäckchen, Wiener Würstchen und Bierschinken, aber auch Brathähne und Wildfleisch – das Angebot ist breit und wechselt. Die Spezialität? Selbstgekochte Gerichte und Fonds im Glas, „alles, was meiner Frau so einfällt“.
Die Fleischerei verkauft ihre Ware ausschließlich auf dem Markt in Königs Wusterhausen und einem in Berlin. Am Firmensitz steht ein Verkaufsautomat. Glaser (71) und vor allem seine Frau sind für die Produktion zuständig.
Zwiebelmett der Fleischerei Penndorf ist Verkaufsschlager
Seit wenigen Wochen ist ein weiterer Traditionsbetrieb hinzugekommen. Fleischermeister Michael Penndorf aus dem Stadtteil Kablow hat den Platz der Fleischerei Gerald Nusche übernommen, der seinen Betrieb altersbedingt geschlossen hat. Auch sein Team verkauft dienstags und freitags, hat sowohl rohes Fleisch als auch Wurstwaren in der Auslage. „Alles, was wir anbieten, ist aus eigener Herstellung“, sagt Penndorf. Das Fleisch beziehe er von „Brandenburger Fleisch“ aus Berlin, ein Anbieter, der mit Tierwohl und kurzen Wegen wirbt.

Die Schlange vor dem Stand der Fleischerei Penndorf auf dem Markt in Königs Wusterhausen ist lang. Verkäuferin Thea und Verkäufer Karl sind guter Dinge.
Sandra Ketterer„Unser Verkaufsschlager ist das Zwiebelmett, davon verbrauchen wir ungefähr 40 Kilo pro Woche, das ist wirklich unglaublich“, erzählt Penndorf. Seinen Laden in Zernsdorf musste er schließen, der Verkaufsstand ist sein neues Standbein. Auch auf dem Markt in Schmargendorf ist er zu finden, ebenso in Neu-Zittau vor dem Bäcker. Weitere Standorte sollen folgen. Allerdings, das klingt aus dem Gespräch mit ihm ebenso heraus wie aus dem mit seinem Konkurrenten Detlev Glaser, fehlt Personal.
Gans zum Martinstag und zu Weihnachten bei Hinninger
Hähnchen, Pute, Flugente – die Auswahl bei Wild- & Geflügelspezialitäten Hinninger ist groß. Inhaberin Sabine Noack steht zweimal die Woche in Königs Wusterhausen, aber auch in Cottbus und Frankfurt (Oder) ist der Betrieb vertreten. „Wir verkaufen frisches Geflügel von Kleinbauern aus Brandenburg bis zur sächsischen Grenze“, sagt Noack. Das Wild werde von Jagdgemeinschaften im Spreewald geliefert.

Hat auch Maispoularden im Angebot: Sabine Noack, Inhaberin von Wild- und Geflügelspezialitäten Hinninger aus Gallun, auf dem Wochenmarkt in Königs Wusterhausen.
Sandra KettererEin großes Schild prangt an ihrem Stand: Die Vorbestellungen für die Festtage können abgegeben werden. „Unsere Gänse kommen von einem Bauern aus Mecklenburg-Vorpommern, mit dem wir seit 20 Jahren zusammen arbeiten“, sagt Noack. So könne sie weiterhin einen Kilopreis von knapp 20 Euro anbieten.
Wurst vom Bauern und Spezialitäten aus dem Ausland
An mehreren weiteren Ständen sammeln sich die Kundinnen und Kunden für besondere Wurstspezialitäten. Seit Anfang August ist Markus von Keitz mit „Die Wurst-Botschaft“ dabei. „Ich verkaufe Wurst und Aufschnitt überwiegend von zwei Familienbetrieben aus Hessen und Thüringen“, erzählt der geborene Hesse. Darunter sind verschiedene Fleischkäse, ergänzt um Spezialitäten wie Leberpasteten aus Belgien.

Markus von Keitz betreibt seinen Verkaufswagen seit etwa drei Jahren. Neben Königs Wusterhausen bietet er auch in Rangsdorf und Potsdam Wurst an, überwiegend aus Hessen und Thüringen.
Sandra KettererDaniela Lüpcke kommt mit ihrem Verkaufswagen „Gönn dir Gutes, gönn dir“ aus Berlin, hat unter anderem Aufschnitt eines Fleischers aus der Hauptstadt dabei. Aber auch italienische Schweinskopfsülze und Gänserillettes aus Frankreich hat sie im Programm. Knacker, Wurst im Glas und Bratwürste vom Schwein gibt es bei der „Schweinemeisterei“ aus Arenzhain, einem Ortsteil von Doberlug-Kirchhain. Die Tiere werden im Freiland gehalten, das Futter bauen die Erzeuger selbst an, geschlachtet wird weniger hundert Meter weiter.


