In Grünheide liegen rund 200 Kilometer Erdgasleitungen im Boden. Die müssen genauso regelmäßig auf undichte Stellen hin untersucht werden wie die Hausanschlüsse. Diese Prozedur hatte die EWE Netz GmbH ab Anfang August für alle Ortsteile an. Nach krankheitsbedingter Verzögerung ist das Team nun unterwegs. Die Kontrolle soll voraussichtlich bis Ende September abgeschlossen sein.

Anwohner müssen nicht präsent sein

Wie es in einer Pressemitteilung heißt, müssen die Mitarbeiter nicht in die Häuser, ist der direkte Kontakt zu den Bürgern nicht notwendig. Somit gebe es keine durch die Pandemie bedingten Einschränkungen.

So laufen die Messungen ab

Zur Erklärung heißt es in der Pressemitteilung weiter: Erdgas bestehe im Wesentlichen aus Methan und ist leichter als Luft. Sollte eine Gasleitung auch nur eine minimale Undichtigkeit aufweisen, steigt das Erdgas an die Oberfläche. „Wir nehmen es dann dort mit Hilfe einer Art High-Tech-Nase wahr“, so EWE Netz-Bezirksmeister Gordon Drews. Das Messgerät bestehe aus einem langen Stab mit einem weichen Plastikteppich. „Darunter wird ständig Luft angesaugt, die in das eigentliche Messgerät geleitet wird. Sobald der Methan-Anteil pro Kubikmeter Luft höher als ein Hunderttausendstel ist, piept das Gerät“, erklärt der Fachmann.
Die aktuelle Überprüfung werde durch zwei Mitarbeiter der Firma GDF aus Fredersdorf durchgeführt.