Ein 15-Jähriger aus Grünheide ist Ende Mai im Internet erpresst worden. Der Jugendliche hatte via Instagram mit einer ihm unbekannten - laut Angaben weiblichen - Person gechattet. Im Verlauf des Chats wurden Bilder hin- und hergeschickt.
Doch dann kam die böse Überraschung für den Minderjährigen. Er erhielt von seiner unbekannten Chat-Partnerin eine Collage seiner Bilder und die Aufforderung, 50 Pfund zu bezahlen, im weiteren Verlauf eine STEAM Gift-Card in gleicher Höhe an die Tatverdächtige/den Tatverdächtigen zu senden.
Sollte er das nicht tun, würde die Collage seinen Kontakten und Freunden auf Instagram und Facebook (Meta) zugespielt. Der 15-Jährige ging auf die Forderungen nicht ein.
Ein ähnlicher Fall hatte sich kurz zuvor auch in Frankfurt (Oder) ereignet. Dort hatte ein 19-jähriger Mann während eines Chats ebenfalls Bilder ausgetauscht. Auf diesen sollen sich nackte Körperteile befunden haben. Der/die Tatverdächtige verlangte dann die Zahlung von 50, 1000, 100 und erneut 50 Euro. Sollte der junge Mann nicht zahlen, würden die Bilder veröffentlicht. Auch in diesem Fall ist das Opfer auf die Forderung nicht eingegangen.
Bei diesen Beispielen von Erpressung handelt es sich um eine zunehmende Form der Kriminalität. Die Polizei ruft dazu auf, im Umgang mit persönlichen Daten und Bildern im Internet sehr vorsichtig zu sein und bei Erpressungsversuchen nicht zu zahlen, sondern sich an die Polizei zu wenden.