"Menschen kamen bei dem Feuer nicht zu Schaden", sagte Uwe Schulz, Wachdienstführer der Polizei, am Sonnabend. Zur genauen Brandursache müsse die Kripo ermitteln. Bei der Erstbefragung sei ein überhitzter Fön als mögliche Ursache genannt worden. Das Feuer war in einem Lagergebäude, das teilweise zu Wohnzwecken umgewidmet wurde, ausgebrochen. Im Polizeibericht sei ein Schaden von 1000 Euro verzeichnet. Wie hoch dieser tatsächlich sei, müsse ein Sachverständiger klären.
Insgesamt waren laut Decker mehr als 30 Feuerwehrleute aus Neu Zittau, Gosen und Erkner im Einsatz. "Wir sind unter Atemschutz ins Haus und haben die verbliebenen Glutnester in der Zwischendecke gelöscht", sagt Decker. Um sie zu erreichen, öffneten die Einsatzkräfte die Decke mit Einreißhaken. Um den Schaden gering zu halten, sei möglichst wenig Wasser eingesetzt worden. Nur etwa 600 Liter wurden verbraucht. Nachbargebäude seien nicht in Gefahr gewesen.
Die Feuerwehrleute konnten gegen 23.30 Uhr den Heimweg von der Wache nach Hause antreten. "Da hatten wir unsere Technik wieder einsatzbereit", sagt Decker.
Zuletzt war auf dem Kesselberg im Februar ein Wohnwagen in Flammen aufgegangen. Nach einem vergeblichen Löschversuch hatten Mitglieder der Kulturinitiative die 112 gewählt. Die Einsatzkräfte fanden später in den Trümmern eine Leiche. Nach dem Brand hatten die Kesselberger angekündigt, Brandschutzmaßnahmen ergreifen zu wollen.
Vor dem Wohnwagenbrand war im Dezember im Gemeinschaftsgebäude Feuer ausgebrochen. Dabei brannte der Dachstuhl komplett aus, das Haus wurde zur Ruine. "Damals waren wir 14, 15 Stunden lang im Einsatz, erinnert sich Maik Decker noch.