Feuerwehrbilanz
: 2019 nur 36 Löscheinsätze in Grünheide

Grünheider Feuerwehr ist 2019 mehr als doppelt so oft zu technischen Hilfeleistungen als zu Bränden ausgerückt.
Von
Anke Beißer
Grünheide
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Ausbildung an der Schaumanlage: Die Einsatzkräfte der Grünheider Feuerwehr sind regelmäßig im Feuerwehrtechnischen Trainingszentrum in Freienbrink zu Gast.

Frank Kersten

Was sich in der Statistik nicht niederschlägt, sind die vielen Stunden, die neben den Rettungseinsätzen von der Freizeit der aktuell 118 Aktiven abgehen. „Allein die Ausbildung umfasst jährlich rund 15 000 Stunden“, erklärt Elsner. Hinzu komme die Unterstützung diverser Feste in den jeweiligen Ortsteilen, der Campustag, eigene Brauchtumsveranstaltungen wie Weihnachtsbaumverbrennen und Osterfeuer – und natürlich die Förderung des Nachwuchses. 94 Kinder und Jugendliche nutzen das Freizeitangebot. „Sechs von ihnen konnten wir im Vorjahr in die Einsatzabteilung übernehmen“, bilanziert der Gemeindebrandmeister. Sie seien die eigentliche Quelle, um die Ortswehren aufzufüllen. Ab und zu gebe es einen Quereinsteiger, aber das sei die Ausnahme.

Neben den regelmäßigen Treffen an den Feuerwachen und der kindgemäßen Ausbildung wartet auf die Mädchen und Jungen alljährlich ein erlebnisreiches Wochenende. 2019 stand gar eine Fahrt nach Prora auf der Insel Rügen an. In diesem Jahr ist Anfang Juni abermals das Störitzland das Ziel der jungen Brandschützer.

Technisch ist die Grünheider Wehr laut Elsner gut aufgestellt. Allerdings bedürfe es eines Konzeptes, damit der Fahrzeugpool kontinuierlich dem qualitativ notwendigen Stand der Technik angepasst wird. „2021 sind zwei Löschfahrzeuge 20 Jahre alt, so dass sich hier Bedarf abzeichnet.“ Gleiches gilt, kämen durch die Tesla-Ansiedlung weitere Aufgaben auf die Grünheider Wehr zu. Bisher sei noch nicht kommuniziert worden, ob und wann es eine Werksfeuerwehr gibt. In der Informationsveranstaltung mit Brandenburgs Wirtschaftsminister Jörg Steinbach war davon die Rede, dass Tesla perspektivisch eine solche Einheit braucht. Wie Bürgermeister Arne Christiani auf Nachfrage sagte, fließen die Erfordernisse des Brandschutzes ins Baugenehmigungsverfahren ein. Er verwies darauf, dass an dieser Stelle das Innenministerium in der Verantwortung sei.

Was noch immer aussteht, ist die Novellierung der Aufwandsentschädigung für die Feuerwehrleute. „Wir wollen als Wehrführung der Verwaltung demnächst unsere Vorschläge unterbreiten“, verspricht Norman Elsner.

Feuerwehrstatistik

20182019

Brände insgesamt4536

davon Wald1418

davon Pkw     611

davon Gebäude     257

Techn. Hilfeleistung7791

First Responder   9991