Frühjahr
: Alter Schrott für frohe Feste

In Erkner und Gosen sammelten am Sonnabend viele Menschen Müll. Zerschlagene Flaschen erschweren die Arbeit.
Von
Elke Lang
Erkner/Gosen
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  • Ab in den Container: Susann Hahn, die ihre Ostantenne für "Westempfang" in den Schrott gegeben hat, packte mit Siegfried Zachaert und Thomas Kühne (v. links) bei der Schrottsammlung in Karutzhöhe mit an.

    Ab in den Container: Susann Hahn, die ihre Ostantenne für "Westempfang" in den Schrott gegeben hat, packte mit Siegfried Zachaert und Thomas Kühne (v. links) bei der Schrottsammlung in Karutzhöhe mit an.

    Elke Lang
  • Jede Menge Müll: Wolfgang Trogisch, Rudolf Rösel und Uli Raese (v. links) sorgten unter der Eisenbahrücke übers Fließ für Ordnung.

    Jede Menge Müll: Wolfgang Trogisch, Rudolf Rösel und Uli Raese (v. links) sorgten unter der Eisenbahrücke übers Fließ für Ordnung.

    Elke Lang
  • Gosen: Siegfried Grabowski war mit dem Laubbesen unterwegs.

    Gosen: Siegfried Grabowski war mit dem Laubbesen unterwegs.

    Elke Lang
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Die Sportsfreunde des Angelvereins Neuseeland in Erkner hatten sich wie immer auf die Sauberkeit der Ufer Richtung Flakensee  konzentriert. Eine Gruppe sammelte vom Rathauspark in Richtung Sportplatz, eine weitere war am Wanderweg Bretterscher Graben tätig. Um den Jäger Fritz Wilke hatten sich einige geschart, um mit ihm in den Wald Richtung Karutzhöhe zu fahren, wo es illegale Müllablagerungen zu beseitigen galt.

Eisbeine für die Angler

Für den Verein war es der 23. Frühjahrsputz. Das hat der Vorsitzende Wolfgang Trogisch genau gezählt. Von den etwa einhundert Mitgliedern waren dreißig gekommen, darunter acht Kinder im Alter von zehn bis zwölf Jahren. „Der harte Kern, der immer dabei ist“, würdigte  Wolfgang Trogisch das Engagement. Dafür war er bereit, für alle Eisbein zum Mittag zu kochen. Denn: „Wer schwer arbeitet, muss auch gut essen“, sagte er schmunzelnd.

Uli Raese und Rudolf Rösel hatten eine besonders unangenehme Tätigkeit: Sie räumten einen Treffpunkt von Jugendlichen unter der Eisenbahnbrücke übers Flakenfließ auf. Sie taten es der Umwelt zuliebe, obwohl sie vermuten, dass in ein paar Wochen wieder alles verschmutzt ist. „Nicht auszudenken, was passiert, wenn die Plastikteile im Gewässer landen“, nennt Uli Raese die  Motivation der Angler. Und Rudolf Rösel beklagt, dass gerade die Unsitte, Glasflaschen auch noch zu zerschlagen, zugenommen habe.

Schrott bringt Geld fürs Fest

Der 1997 gegründete Ortsverein Karutzhöhe sammelt schon seit seinem Bestehen im Frühjahr Müll. „Wir verbinden das Nötige mit dem für uns Nützlichen“, erklärte der Vorsitzende Steffen Schorcht. Das bedeutet, dass Schrott gesammelt wird, dessen Verkauf dazu dient, das Sommerfest mit Volleyballturnier zu finanzieren. Ein 33-Kubikmeter-Container wird jedes Jahr voll. Die Wohnungsgesellschaft stellt ein Fahrzeug zur Verfügung, mit dem Vereinsmitglied Denny Zuther die größeren Schrottteile aus den Haushalten abholt. Diesmal hatten sich von den 75 Vereinsmitgliedern etwa 30 in ausgelassener Stimmung versammelt, um in mehreren Gruppen  in den Wald auszuschwärmen.

Gosener putzen ganzen Ort

In Gosen wird von der Dorfgemeinschaft um den ehrenamtlichen Bürgermeister Thomas Schwedowski zum Frühjahrsputz aufgerufen. „Es sind immer die selben dabei“, wissen Kurt Grimm, Siegfried Grabowski und Hans-Joachim Hampicke. Sie harken am Uferplatz und den Uferweg entlang bis zum Bootsverleih den Winter aus dem Grün. Etwa 15 Helfer hatten sich am Treff eingefunden, weitere stießen später dazu. Alle hatten sich im Ort verteilt, zum Beispiel auf dem Spielplatz, an der Friedhofsmauer, am Rotdornweg und an der Dorfeiche. Wie beim Verein Karutzhöhe blieb man um die Mittagszeit herum  noch gesellig bei Bockwurst und Getränken zusammen.

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