Was hat die "Hauptverwaltung Aufklärung"  um ihren Chef Markus Wolf über den BRD Regierungsbunker bei Bonn herausbekommen? Wer sich für diese Frage und die Informationsbeschaffung von DDR-Agenten interessiert, kann sich am Wochenende 12. und 13. Oktober zum Gosener Bunker aufmachen – und zwar exklusiv an diesem Wochenende, denn vorerst sind keine weiteren Termine geplant.
Eine Sonderveranstaltung, die sich über Samstag und Sonntag erstreckt, zeigt ausgewählte Zeit-Dokumente zum Thema. Darunter sind Berichte über die Nato-Übung "Fallex" im Jahr 1966. Bei dem Manöver entstand ein Fernsehbeitrag über einen Bundestagsabgeordneten, der für die Notfall-Simulation den Bunker-Koffer packte. Das Filmchen ist ein Höhepunkt der Schau. Alle Dokumentationen werden aus der Perspektive der damaligen ostdeutschen "Aufklärer" gezeigt.
Einige Zeitzeugen   werden, so kündigt es Veranstalter Jörg Diester weiter an, an der der Sonderveranstaltung im Spionagebunker  teilnehmen. Ihre Arbeitsplätze waren zur Zeit des Kalten Krieges die unterschiedlichen Schutzbauten der DDR. Beim Ausstellungsschwerpunkt "Bunker-Technik" erklären sie den Besuchern,  wie die Experten damals unter allen äußeren Umständen ein Überleben sicherstellen wollten. Wesentlich war dabei ein fehlerfreies und komplexes Zusammenspiel aus Luft- und Wasserversorgung.
Der Bunker Gosen ist derzeit befristet an den Koblenzer Jörg Diester vom Verein Bunker-Dokumentationsstätten vermietet. Eigentümer des Geländes in den Gosener Bergen ist die Paasche AG. Demnächst stehen neue Verhandlungen zwischen diesen beiden Parteien an.
90-minütige Führungen im Gosener Bunker am 12. und 13. Oktober,  Eintritt:10 Euro, ermäßigt: 5 Euro, Kinder bis 12 Jahren frei; Infos zur Anfahrt unter: www.bunker-doku.de