Fußball
: Endlich wieder ein Sieg – und ein neuer Trainer

Erst der fünfte Sieg im 14. Heimspiel für die Randberliner.
Von
Kai Beißer
Erkner
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Unwiderstehlich: Erkners Robert Szczegula erzielte zwei Tore.

Andreas Hoffmann

Vier Niederlagen in Folge hatten die Randberliner zuletzt kassiert. „Es wurde Zeit, dass wir mal wieder ein Spiel gewinnen“, sagte Sven Paprotny. „Wir wollten die Abwärtsspirale unbedingt stoppen, hatten in der Tabelle zuletzt ja tatsächlich nach unten schauen müssen. Auch deshalb war der Sieg so wichtig, um endgültig alle Zweifel am Klassenerhalt zu beseitigen“, hatte der Interims-Trainer des FVE seine Hausaufgaben gemacht und alle rechnerischen Möglichkeiten durchgespielt. „Ein gewisser Druck war schon zu spüren. Jetzt aber können wir die Saison in Ruhe zu Ende bringen“, ist bei dem 29-Jährigen  eine gewisse Erleichterung zu spüren.

In der nächsten Spielzeit will Paprotny wieder selbst auf dem Platz stehen – und mittlerweile weiß nicht nur er, wer dann der neue Trainer sein wird: Ronald Mersetzky hat künftig das sportliche Sagen beim FV Erkner. Der 35-jährige kommt vom MTV Wünsdorf, mit dem er in der Landesklasse Ost noch gegen den Abstieg kämpft.

Mersetzky arbeitete zuvor bei Blau-Weiß Mahlsdorf, wo er immer noch als Jugendleiter im Vorstand aktiv ist. „Wir haben ihnangefragt, weil wir einen jungen, ambitionierten Trainer gesucht haben“, begründet FVE-Vorstands-Vorsitzender Sven Milz die Entscheidung. Mersetzky hat sich der Mannschaft bereits vorgestellt, auch schon einige Spiele beobachtet und wird mit der Vorbereitung auf die neue Saison bei den Randberlinern einsteigen.

Die konnten gegen die Gäste aus dem Elbe-Elster-Kreis ihren erst fünften Sieg im 14. Heimspiel landen. Die zweitschlechteste Auswärtsmannschaft kam da aber gerade recht, um das Selbstbewusstsein ein wenig aufzupolieren. Für den TSV Schlieben indes ist der sofortige Wiederabstieg so gut wie besiegelt.

Das schönste Tor des Tages erzielte Robert Szczegula, als er sich an der Mittellinie den Ball schnappte und sämtliche Gegenspieler samt Ersatz-Torhüter Jan Uhlig überlief (41.). Zuvor hatte der 23-Jährige bereits das 1:0 erzielt (33.). In der zweiten Halbzeit trafen zwei Einwechsler: Felix Reichelt (68.), für den es das erste Saisontor war, und Karam Al Maliji (72.). „Für beide hat es mich besonders gefreut“, sagte Paprotny.