Fußball
: Erkneraner Heimschwäche dauert an

Fußball-Landesligist FV Erkner hat zum siebten Mal in Folge zu Hause nicht gewonnen.
Von
Kai Beißer
Erkner
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Szene aus der ersten Halbzeit: Erkner Felix Reichelt (am Ball) und der Wildauer Tobias Wieczorek, im Hintergrund Simon Pille und Björn Müller

Andreas Hoffmann

Der FV Erkner kann in der Fußball-Landesliga Süd zu Hause einfach nicht mehr gewinnen: Das 1:2 gegen Phönnix Wildau war das mittlerweile siebte sieglose Heimspiel in Folge. Der letzte Dreier im Stadion am Dämeritzsee datiert vom 20. Oktober: Damals waren die Randberliner noch Spitzenreiter und schickten den BSV Guben Nord mit einem 2:0 nach Hause. Es folgten drei Unentschieden und jetzt vier Niederlagen, in der Tabelle ist der FVE auf Platz 7 abgerutscht.

Heiko Schickgram hatte die Ursache für die erneute Heimschlappe schnell ausgemacht: „In der ersten Halbzeit waren wir überhaupt nicht auf dem Platz! Dabei hatten wir uns vorgenommen, so aufzutreten wie zuletzt in Briesen: aggressiv, bissig und mit Zug nach vorn. Aber davon war rein gar nichts zu sehen.“ Dabei hatte der Trainer im Wesentlichen dieselbe Formation aufs Feld geschickt wie beim 2:0-Auswärtssieg im Derby. „Ich wollte die Mannschaft belohnen. Aber das ist komplett nach hinten losgegangen.“

Nicht eine wirkliche Tormöglichkeit hatten sich die Gastgeber in den ersten 45 Minuten erarbeiten können, dafür aber zwei Gegentreffer kassiert: Nach einer Viertelstunde kam Philip Damm angeflogen und köpfte eine durch Florian Krwinkel von links geschlagene Ecke unhaltbar für FVE-Keeper Marvin Drechsler zur Wildauer Führung ein. Und kurz vor der Pause verwandelte Linksfuß Tobias Wieczorek einen Freistoß von halbrechts aus gut 20 Metern Entfernung hoch ins kurze Torwarteck (41.). „Da hätte man wohl mehr als zwei Mann in die Mauer stellen müssen“, monierte Schickgram.

Immerhin machte seine Mannschaft in der zweiten Halbzeit eine etwas bessere Figur, musste bei den Phönix-Kontern aber stets auf der Hut sein. So verpasste Damm eine Flanke von Steve Neumann nur um Haaresbreite (49.), riss Drechsler bei einem Schuss von Colin Bastin gerade noch die Fäuste hoch (56.). Auf der anderen Seite kam Torjäger Paul Röwer zweimal in kurzer Folge zum Abschluss, nicht aber zum Erfolg gekommen (51., 52.). Die beste Möglichkeit zum Anschluss hatte Enrico Schulz im Gewühl nach einem langen Freistoß, der Ball trudelte aber am rechten Pfosten vorbei (58.).

Auch ein Dreifach-Wechsel brachte keine Wirkung. Die Erkneraner waren zwar feldüberlegen, brauchten aber einen von Röwer in der Nachspielzeit verwandelten Elfmeter zum Ehrentreffer. Ole Seppelt war der Ball an die Hand gesprungen.

„Auswärts geht immer was“, strahlte Gäste-Trainer Michael Werner. Wohl wahr: Die Wildauer sind die zweitschlechteste Heimmannschaft der Liga, haben jetzt 18 ihrer 23 Punkte auf des Gegners Platz geholt, bleiben als Tabellen-13. aber weiter akut abstiegsgefährdet. "Wir waren heute einfach effektiver und haben nach der Führung als Abwehrbollwerk zusammengehalten“, lobte Werner.