Fußball: Fünf Tore gegen neun Gäste-Akteure
„Es ist schwierig, ein Fazit zu ziehen“, sagt René Kanow. „Wir haben mit 26 Punkten eine mehr als ordentliche Hinrunde gespielt. Dagegen war die zweite Halbserie enttäuschend, vor allem, weil wir gerade bei Auswärtsspielen oft genug nur zu elft waren“, moniert der 48-Jährige, der auch in der kommenden Saison gemeinsam mit Ronny Huppert (45) das Trainer-Duo der Germania bilden wird. Mit Christoph Engel und Mark Pietsch werden zwei vom Friedrichshagener SV gekommene Verteidiger den Verein wieder verlassen. Beginn der Vorbereitung ist in dreieinhalb Wochen, am 18. Juli.
Trainer schnüren die Töppen
Ein so richtig stimmungsvoller Abschluss war die Partie gegen Blau-Weiß Vetschau zum Leidwesen der Gastgeber nicht. Was in erster Linie damit zu tun hatte, dass das Schlusslicht nur zu neunt angereist war, die Trainer Max-Robin Heinze und Nicky Marx schon mitgezählt, die denn auch selbst die Töppen schnürten. Allerdings verdienen die Gäste Respekt, trotz ihrer Null-Punkte-Bilanz keine einzige Saisonpartie abgesagt oder abgebrochen zu haben. Nach der Sommerpause wollen die Lausitzer einen Neuanfang starten – für die Landesklasse gemeldet haben sie jedenfalls.
Die Schöneicher wussten gegen das von Beginn an dezimierte Schlusslicht nicht zu glänzen. Zwar ließen sie den Ball viel laufen, wirklich ausspielen konnten sie das Abwehrbollwerk der Blau-Weißen aber zu selten. Hinzu kam, dass es nach sechs Minuten bereits 2:0 hieß. Gordon Kühnel hatte nach einem von Verlegenheits-Keeper Marx nur abgeklatschten Ball abgestaubt (3.), Paul Mitscherlich einen 21-m-Freistoß verwandelt. David Karlsch traf zweimal deckungsgleich mit links ins rechte untere Eck (33., 66.), den letzten Ball von Mende schließlich ließ Marx über die Handschuhe rutschen.
Germania Schöneiche: Chris Küter – Felix Schäfer, Mark Pietsch, Martin Gruner (46. Martin Kappelt) – Paul Mitscherlich, Holger Laube –Tu Pham (46. Dennis Mende), David Karlsch –Kevin Kühnel, Gordon Kühnel – JohannesSüdbeck (60. Christopher Schmidt)
Schiedsrichter: Stefan Fleschner (Hennigsdorf) – Zuschauer: 50

