Fußball: Individuelle Klasse entscheidet gegen Erkner

Ein Tor vorbereitet, eins erzielt: Wernsdorfs Gordon Griebsch
Andreas HoffmannDer Gegner, das war Herbstmeister Frankonia Wernsdorf, der am Freitagabend unter Flutlicht – Mersetzky: „So ein Spiel macht natürlich grundsätzlich Spaß.“ – im Gegensatz zu den Gästen in Bestbesetzung antreten konnte. Und der mit den ehemaligen Fürstenwaldern Roland Richter und Gordon Griebsch zwei Akteure mit weit höherklassiger Erfahrung in seinen Reihen hat.
Zusammen bei 33 Saisontoren
Der 34-jährige Kapitän war es, der sich nach einer Griebsch-Flanke im Strafraum behauptete und bei seinem zehnten Saisoneinsatz bereits den 17. Treffer (!) erzielte – in den 24 Minuten zuvor hatte der Gastgeber kaum stattgefunden. Und als der vier Jahre jüngere Griebsch einfach mal aus der Distanz abzog, schlug es hinter Schlussmann Marco Schlausch zum 2:0 ein. Der Wernsdorfer steht damit bei 16 Saisontoren – nur vier Mannschaften der Liga haben öfter getroffen als das Frankonia-Offensiv-Duo.
Eine Viertelstunde vor dem Ende landete ein abgefälschter Schuss von Ali Blagojevic nur an der Latte. So war die endgültige Entscheidung vertagt. Der FVE-Trainer brachte mit Karam Al Maliji und dem jungen Joshua Rothaug zwei frische Offensivkräfte – und wurde für diesen Mut belohnt. Der 19-Jährige holte einen Strafstoß heraus, als ihn Peter Prescott zu Boden zog, der gerade erst von Hertha BSC II gekommene Max Mulack verwandelte den fälligen Elfmeter.
Keinerlei Nachspielzeit
Zu mehr sollte es aber nicht mehr reichen, auch, weil Schiedsrichter Stefan Fleschner überpunktlich abpfiff. „Gerade als wir am Drücker waren. Das ist uns schon in Schöneiche so gegangen, wo wir auch 1:2 verloren haben“, ereiferte sich Trainer Mersetzky. Sein Wernsdorfer Kollege Norbert Welzel hatte derweil viel Lob für die Gäste parat: „Die Erkneraner haben das gut gemacht und uns richtig gefordert.“ Am Ende aber machten zwei Spieler mit ihrer individuellen Klasse den Unterschied zugunsten des Spitzenreiters aus, der auch im neunten Saisonheimspiel siegreich blieb und seinen Drei-Punkte-Vorsprung auf den FSV Brieske/Senftenberg behauptete.
FV Erkner: Marco Schlausch – Sebastian Busse, Niclas Mertins, Robin Neupert, Leon Turi Kley –Jakob Kunert, Christopher Schwarz (73. Joshua Rothaug), Max Mulack – Felix Reichelt (66.Karam Al Maliji), Robert Szczegula – Simon Pille
Schiedsrichter: Stefan Fleschner (Hennigsdorf) – Zuschauer: 110