Fußball: Spiel auf ein Tor, das nicht fällt

Mit vereinten Kräften werfen sich die Großziethener Martin Wenzeck, Denis Meng und Keeper Kenkai Schulze (verdeckt) in den Schuss von Karam Al Maliji. Auch dem FV Erkner gelang gegen den Tabellenführer der Landesliga kein Treffer.
Andreas HoffmannMöglichkeiten gab es genug. Schon nach 25 Sekunden hätte Sven Paprotny nach einem Ball in die Spitze den Gästen das erste Gegentor der Saison zufügen können. Keeper Kenkai Schulze hatte er schon überwunden, aber sein schwacher Abschluss wurde noch vor der Linie aufgehalten.
Mit dem ersten Großziethener Angriff fiel dann schon das Tor des Tages: Langer Ball über die FVE-Abwehr, die Zuschauer riefen noch „Abseits“, aber Jan Wittmann ließ sich nicht beirren, lupfte die Kugel über den herausgeeilten Marco Schlausch in die Maschen (3.). „Da waren wir als Mannschaft komplett desorientiert, noch beim frühen Anlaufen des Gegners, als der schon umgeschaltet hatte“, monierte Mersetzky. Immerhin blieben den Gastgebern fast 90 Minuten Zeit, die erste Heimniederlage abzuwenden – aber Felix Reichelt, der kurz darauf Geb/Rot gefährdet ausgewechselt wurde, mit vollen Risiko (22.), Karam Al Maliji nach gutem Haken mit der Innenseite (31.), Simon Pille auf Traumpass von Al Maliji in den Strafraum ziehend (54.) und Joao Dangla Cortez mit einem Aufsetzer (83.) scheiterten am starken Schulze.
Gäste-Trainer Simon Rösner lobte denn auch die Erkneraner: „Das war heute zumindest ein Remis-Spiel. Das frühe Tor hat uns natürlich in die Karten gespielt. Da wächst dann auch mit fortschreitender Zeit der Glaube daran, wieder zu-null spielen zu können. Sicher werden wir aber bis zum Saisonende nicht jedesmal 1:0 gewinnen“, sagte der 43-Jährige lachend. Bemerkenswert dabei übrigens, dass Kenkai Schulze zum ersten Mal seit einem halben Jahr wieder im Kasten stand. „Unser Stammtorhüter Kilian Pruschke ist in Irland, hat von Freunden einen Geburtstags-Trip geschenkt bekommen“, erzählte Rösner, dessen Mannschaft nach den knappen Siegen über den VfB Trebbin, Blau-Weiß Briesen und Wacker Ströbitz sowie dem 4:0 gegen den TSV Schlieben weiter mit einer weißen Tore- und Punkteweste an der Spitze thront.
Die wenigsten Gegentore
Diese Mannschaften haben in den Vorjahren die wenigsten Gegentore in 30 Saisonspielen der Fußball-Landesliga Süd kassiert: 2018/19 – Eintracht Miersdorf/Zeuthen 34, 2017/18 – Preußen Blankenfelde/Mahlow 14, 2016/17 Wacker Ströbitz 22, 2015/16 Ströbitz 20, 2014/15 Ströbitz 20, 2013/14 SG Burg 25, 2012/13 VfBHohenleipisch 25, 2011/12 Ströbitz 33, 2010/11 Hohenleipisch 21, 2009/10 Hohenleipisch 28⇥kb