Gigafactory Grünheide: Tesla will Grundstück für Erweiterung kaufen – so ist der Stand

Dichter Wald steht am östlichen Teil des Werksgeländes der Tesla Gigafactory. Ein Großteil davon soll für die Erweiterung des Geländes, einem Güterbahnhof und Lager- und Logistikflächen weichen.
dpa/Soeren StacheDie wochenlange Suche nach Bomben und Munition aus dem Zweiten Weltkrieg an der sogenannten Gigafactory von Tesla in Grünheide (Landkreis Oder-Spree) steht kurz vor dem Ende. „Die Sondierung soll in der kommenden Woche abgeschlossen sein“, sagte ein Sprecher des Brandenburger Umweltministeriums auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur.
Seit Juni hatten Experten die Fläche des Bebauungsplanes 60 „Service- und Logistikzentrum Freienbrink Nord“ nach Kampfmitteln abgesucht. Zwei Weltkriegsbomben waren zwischenzeitlich gesprengt worden. Das Gebiet von Fangschleuse war 1945 Kampfgebiet. Tesla hatte nach dem Erwerb seines mehr als 300 Hektar großen Grundstückes bereits im Jahr 2020 einen großen Teil der Fläche nach Kampfmitteln sondiert.
Gespräche zwischen Tesla und Land wegen Grundstückskauf
Auf der untersuchten Fläche will der E-Autobauer Tesla das angrenzende Werk erweitern. Die Pläne sehen unter anderem den Bau eines Güterbahnhofs sowie Logistik- und Lagerflächen vor. Tesla muss die Fläche, die im Landesbesitz sind, aber erst noch kaufen.
„Zu einem möglichen Verkauf der Gewerbefläche gibt es Gespräche. Tesla hat signalisiert, dass das Unternehmen Flächen kaufen möchte“, führte der Ministeriumssprecher aus. „In der Regel bestellt das Land einen Gutachter, der die Flächen bewertet. Ein Kaufpreis, der auch die bisher entstandenen Kosten beinhaltet, wird dann zwischen den Vertragspartnern verhandelt.“ Den Verkauf muss außerdem der Finanzausschuss des Landtages billigen.
Gegner der Tesla-Erweiterung hatten angekündigt, den Protest zu verstärken, sollte der Finanzausschuss zu dem Thema einberufen werden. Seit einem halben Jahr protestieren Umweltaktivisten von „Tesla stoppen“ mit Baumhaus-Camp in dem Waldstück gegen die Erweiterung der Tesla-Fabrik. Dann würde der Protest in eine „heiße Phase“ treten, hieß es.

