Handball: Am Ende siegt der Favorit
Lange sehr gut mitgehalten, zur Halbzeit sogar mit drei Toren vorn gelegen, am Ende gegen den Favoriten aber doch verloren: So lautet das Fazit nach dem 26:29 (17:14) der Oberliga-Handballer des Grünheider SV gegen den TabellenzweitenHSV Insel Usedom.
„Es gibt zwei einfache Spiele in der jeder Halbserie: gegen Spitzenreiter Stralsunder HV undgegen die Usedomer“, sagt GSV-Co-Trainer Dirk Köhler. „Da haben wir nichts zu verlieren.“ Und tatsächlich lief es in der heimischen Löcknitzhalle richtig gut, weil die Gäste von der Ostsee gegen den vermeintlich leichten Kontrahenten nicht richtig ins Spiel kamen „und wir das ordentlich gemacht haben: im Angriff strukturiert gespielt, gute Abschlüsse genommen und schnelle Gegenstöße des Gegners vermieden, denn darin liegt deren große Stärke“, wie Köhler und sein Kollege Frank Morawetz schon im Vorfeld analysiert hatten. Mehrfach betrug der Vorsprung der Gastgeber, die auf den erkrankten Matthias Henow verzichten mussten, sogar fünf Tore (13:8/22., 16:11/28.).
Aber das klappte nach dem Seitenwechsel nicht mehr im gewünschten Maße. Zu viele Ballverluste führten zu zu vielen leichten Gegentoren. Beim 19:18 übernahmen die Insulaner die Führung und gaben diese nicht mehr her. „Die Mannschaft hat viel Moral gewiesen, ist aber nicht mehr wirklich herangekommen. Am Ende merkt man dann doch, wer in der Tabelle oben und wer unten steht“, fasste Köhler zusammen. Aber auch wenn eine Niederlage nie guttut, sollte dieser Auftritt dem GSV Mut machen für die kommenden Wochen, wenn der Abstiegskampf in der Oder-Spree-Liga auf seinen Höhe-punkt zusteuert. Schon am Sonnabend muss der Tabellendrittletzte beim -vorletzten Bad Doberaner SV antreten, eine Woche später kommt der nur drei Punkte besser dastehende BFC Preußen nach Grünheide. Nach derzeitigem Stand der Dinge gibt es zwei sogenannte Regelabsteiger aus der 4. Liga. Derzeit steht der GSV über dem ominösen Strich. „Ich glaube aber, die Entscheidung fällt ohnehin erst am letzten Spieltag“, sagt Dirk Köhler ein enges Rennen um den Klassenerhalt voraus.