Zweimal haben beide Mannschaften zuletzt in Altlandsberg die Klingen gekreuzt: Im Viertel-finale des Handball-Landespokals siegte der einheimische MTV glatt mit 30:24, im Meisterschaftshinspiel hieß es kurz vor Weihnachten überraschend 24:24. Allerdings verloren die Altlands-berger auch diesen einen Punkt noch am Grünen Tisch.
Die Gastgeber hatten 14 Spieler im Protokoll zu stehen, setzten mit Don Pablo Mulemba aber einen 15. ein. Das war der Ludwigsfelderin Cornelia Hafenmeyer, die zusammen mit Andreas Kraft das Schiedsgericht bildete, schon unmittelbar nach der Partie aufgefallen. Sie hatte die Schiedsrichter informiert, diese dann Staffelleiter Mathias Jeschke aus Hennickendorf, der daraufhin tätig werden musste und die Grünheider zum Sieger erklärte. "Unseres formalen Einspruchs hätte es gar nicht bedurft", sagt GSV-Co-Trainer Dirk Köhler.
Der Fehler lag klar auf Seiten des MTV – das juristische Nachspiel dürfte aber zur Folge haben, dass die Gäste am Sonnabend noch zusätzlich motiviert in das Derby gehen werden, in dem sie als Tabellenvierter ohnehin klarer Favorit sind. Die Grünheider kämpfen derweil gegen den Abstieg, "aber wir werden das Spiel natürlich nicht abschenken. In der Rolle des Außenseiters lässt es sich sogar leichter agieren, und vielleicht können wir ja wieder was Zählbares mitnehmen", hofft Morawetz auch auf die lautstarke Unterstützung in der Löcknitz-"Hölle".
Verzichten müssen die Gastgeber weiter auf Tom Friedrich (erneute Operation am Knie), Toni Fuchs (Daumen in Gips) und Oliver Buck (Rückschlag nach Kreuzband-Op).