Handball
: Grünheider Handballer trainieren ohne Handbälle

Die Männer des Oberligisten absolvierten bei der zweiten gemeinsamen Einheit nach Corona Kraft- und Laufübungen
Von
Kai Beißer
Grünheide
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  • Nicht unbedingt beliebt, aber unverzichtbar: die Oberliga-Handballer des Grünheider SV bei Kräftigungs- und Stabilitätsübungen auf dem Sportplatz hinter der Löcknitzhalle.

    Nicht unbedingt beliebt, aber unverzichtbar: die Oberliga-Handballer des Grünheider SV bei Kräftigungs- und Stabilitätsübungen auf dem Sportplatz hinter der Löcknitzhalle.

    Kai Beißer
  • Marcus "Kutte" Schwiderski bracht eine Verschnaufpause, Trainer Frank Morawetz (links) erläutert die nächste Übung.

    Marcus "Kutte" Schwiderski bracht eine Verschnaufpause, Trainer Frank Morawetz (links) erläutert die nächste Übung.

    Kai Beißer
  • Das Konditionstraining im Sand ist eine schweißtreibende Angelegenheit. Im Vordergrund Clemens Wetzel.

    Das Konditionstraining im Sand ist eine schweißtreibende Angelegenheit. Im Vordergrund Clemens Wetzel.

    Kai Beißer
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Acht Mann sind am Donnerstag dabei, als es zunächst etliche schweißtreibende Sprung- und Lauf-Übungen auf dem Beachplatz neben dem Sportplatz am Löcknitz-Campus zu absolvieren gilt. „Jetzt gebt mal vollen Hafer!“, fordert Trainer Frank Morawetz. Die Spieler sollen auf jeweils einer Hälfte des Volleyballfeldes dreimal im Karree laufen. Kurzer Antritt, schneller Stopp. Richtungswechsel. Barfuß durchwühlen sie den tiefen Sand. „Ist das volle Pulle? Nehmt die Arme mit“, ruft Morawetz.

Sein Co-Trainer Dirk Köhler erläutert derweil die aktuellen Planungen: „In diesem Monat treffen wir uns einmal in der Woche, zudem sollen die Jungs zweimal individuell etwas tun. Im Juli werden wir zweimal wöchentlich gemeinsam trainieren, ab August dann dreimal.“ Eine Pause wird es nicht geben, die meisten Spieler haben aber noch ihren Urlaub vor sich. „Das Problem ist: Wir haben kein wirkliches Ziel. Da überhaupt noch nicht abzusehen ist, wann die neue Saison beginnt, ist es natürlich auch schwer, die entsprechende Motivation zu entwickeln“, weiß Köhler. Auf jeden Fall werden die Grünheider noch eine ganze Weile draußen und ohne Ball trainieren. „Auch da gilt: Was können wir, was dürfen wir? Es bringt auch nichts, irgendein Risiko einzugehen.“

Derweil hat Morawetz eine kleine „Challenge für den Kopf“ ausgerufen: Jeweils in Vierer-Teams sollen die Akteure einen Spielzug der Grünheider nennen, den die Gegenüber beschreiben und erläutern müssen. Und so heißt es „4 links spezial“ und „5 links und rechts“ – und „Kuleschow“. Letzterer war ein russischer Rückraum-Mitte-Spieler, von 1999 bis 2007 Profi beim SC Magdeburg, der die gegnerische Abwehr bevorzugt mit einer extremen Passtäuschung anlief und so diesem Spielsystem zu seinem Namen verhalf. Morawetz verkündet am Ende übrigens ein salomonisches Unentschieden.

Kräftigung auf dem Rasen

Zum Abschluss bittet der Trainer zu diversen Dehn- und Kräftigungsübungen auf den Rasen, gibt hier einen Hinweis, hat da einen lockeren Spruch parat. „Als Kreisspieler ist es besonders wichtig, eine kräftige, stabile Rumpfmuskulatur zu haben“, sagt er zum Beispiel in Richtung Marc Hiesener. Für den langzeitverletzten Tom Friedrich ist es eher eine Reha-Sporteinheit, während Tom Griebsch nach dem Bruch des Mittelhandknochens der linken, seiner Wurfhand, schon wieder ganz gut drauf sind. „Ich habe allerdings noch zwei Kilo zuviel drauf“, sagt der beste Grünheider Torschütze der abgebrochenen Saison lachend.

Toni Büttner ist Vater geworden

Durchgeschwitzt sitzen dieAkteure anschließend noch ein bisschen zusammen, füllen den Flüssigkeitsspeicher auf. Die Duschen benutzen dürfen sie nicht.

Einer fehlte am Donnerstag derweil aus gutem Grund: Kapitän Toni Büttner ist gerade zum ersten Mal Vater geworden.