Handball: Grünheider Niederlage im Abstiegsduell

Wirken ziemlich ratlos: Kapitän Toni Büttner (links) und der Grünheider Co-Trainer Dirk Köhler
Andreas HoffmannDie Handballer des Grünheider SV haben das Kellerduell der Oberliga Ostsse-Spree beim Bad Doberaner SV deutlich mit 24:30 (10:14) verloren und rutschten damit als Tabellenvorletzter auf einendirekten Abstiegsplatz.
Die Gäste waren gehandicapt in die Partie gegangen: Marcus Schwiderski hatte sich im Training schwer am Knie verletzt. „Wahrscheinlich ein Kreuzband-riss“, sagt Co-Trainer Dirk Köhler.„Das hat die Mannschaft ganz schön runtergezogen.“ Die Grünheider lagen von Beginn an in Rückstand (1:5/9., 8:13/23., 14:20/40.), kamen mit vier Torenam Stück zwar noch einmal bis auf 22:25 heran (55.), zu verhindern war die Niederlage aber nicht mehr. „Die Bad Doberaner wollten den Sieg einfach mehr. Wir haben uns nicht hängen lassen, aber eigentlich erst in den letzten zehn Minuten gezeigt, dass wir um die Wichtigkeit dieser Partie wussten. Am Ende war es auch eine nervenschlacht“, musste Köhler zugeben. Als Hauptgrund für die bittere Niederlage sah er zu viele verworfene Bälle im Angriff. „Chancen haben wir uns genug herausgespielt, das war nicht das Pro-blem, aber zu selten getroffen.“
In der Kabine war es hinterher auffällig still, auf der Rückfahrt im Bus begann dann schon die Analyse. „Wir ärgern uns jetzt noch ein, zwei Tage, dann geht der Blick nach vorn auf das mindestens genauso wichtige Heimspiel am Sonnabend gegen den BFC Preußen“, sagte Dirk Köhler bei der Ankunft eine Stunde nach Mitternacht an der Autobahnabfahrt Kremmen.(kb)
Grünheider SV: Tim Reisener, Denny Alpers – Konstantin Büttner 7/4, Phillipp Hudewenz 4/2, Sören Klünder, Oliver Buck, MarcelBuck 3, Sebastian Ackermann 2, Marc Hiesener 1, Matthias Henow 3, Clemens Wetzel 1, Tom Griebsch 3, David Walaszewski
Siebenmeter: Bad Doberan 7/alle verwandelt, GSV 7/6 – Zeitstrafen: Bad Doberan 7 (eine Disqualifikation)/GSV 2