Herzlich Willkommen" schreibt die Heilpädagogin Sabrina Schulz mit einem Marker an die Weiße Tafel in der Flurgarderobe. "Die Kinder erkunden heute unsere neue Kita", fügt sie an. Einige Kinder räumen mit ihren Erzieherinnen noch die Regale ein: Am Montag ist die neue Kita in der Jägerstraße in Betrieb gegangen. Am Nachmittag erobern die Größeren schon den Garten. Einige kochen auf  dem schicken Kinder-Küchenblock auf der Terrasse. Eine andere Gruppe stürmt wild über das neue Außengelände, das direkt ans freie Feld grenzt.
Platz für 85 Kinder
85 Betreuungsplätze für Kinder vom vollendeten ersten Lebensjahr bis zur Einschulung stehen in dem modernen und barrierefreien Gebäude zur Verfügung, davon zehn Plätze für Kinder mit heilpädagogischem Förderbedarf. Baubeginn war im März 2018, die Investitionskosten für den langgestreckten eingeschossigen Bau betrugen rund 2,7 Millionen Euro, wovon die Gemeinde 2,2 Millionen Euro aus eigenen Mitteln bestritt.
Bürgermeister Ralf Steinbrück freute sich über die Fertigstellung und den Bezug des neuen Hauses der kommunalen Kita: "Für die Gemeinde ist auch dieser Bau wieder ein Schritt zu mehr Kitaplätzen, die dank der vielen Kinder im Ort und des konstanten Zuzugs gebraucht werden", erklärte das Gemeindeoberhaupt zum Einzug. Schon berät die Gemeindevertretung wieder, wo die nächste Kita hinkommt, heißt es aus dem Rathaus. Zum Glück habe die Landesregierung ein neues Förderprogramm für Kitas aufgelegt hat, betont Steinbrück.
Farben kennzeichnen die Räume
Die Integrationskita Pusteblume war seit 1997 in der Karl-Marx-Straße im südlichen Schöneiche ansässig. Das Gebäude entspricht allerdings nicht mehr den heutigen Anforderungen an eine Integrationskita. Es wird nun renoviert und steht dann der Kita Löwenzahn, die derzeit mit einer Ausnahmebetriebserlaubnis das Gebäude der ehemaligen Lindenschule nutzt, zur Verfügung.
"Die Kleinsten, die Ein- bis Zweijährigen blieben heute erst einmal im Haus, um ihnen nicht zu viel zuzumuten", erzählt Erzieherin Sabrina Schulz. Von richtigen Eingewöhnungsschwierigkeiten spricht allerdings heute keiner in der Kita Pusteblume. "Es gibt Vorteile und Nachteile gegenüber dem ehemaligen Standort der Kita Pusteblume in der Karl-Marx-Straße", ist der Tenor am Nachmittag in der Jägerstraße.
Räume sind lichtdurchflutet
"Viel Licht gibt es hier, die Wege sind kürzer", lobt Kita-Erzieherin Sabrina Schulz. Hinzu kommt das jede Kindergartengruppe ihre eigene Erkennungsfarbe hat, die Boden und die Wände ziert. Manche Eltern sind allerdings etwas skeptisch, was die Parkplatzsituation betrifft. Die eigenen Stellplätze vor der Kita Pusteblume seien schnell belegt. "Wenn wir auf der Straße parken, blockieren wir eine Fahrspur, und das kann gefährlich werden", merkte eine Mutter an.