Mehr Sport treiben zu wollen, ist ein beliebter Vorsatz zum neuen Jahr. Da Studios nicht öffnen dürfen, ist Bewegung in der Natur eine Alternative. Marko Manthey, der Initiator des Erkner Triathlons, verrät, wie Anfänger beim Laufen Spaß haben und ihre Leistung steigern können.

Herr Manthey, was empfehlen Sie Menschen, die beginnen wollen, ihren Körper zu trainieren?

Das ist das Laufen. Man sollte behutsam anfangen. Mal bisschen gehen, mal rennen, immer im Wechsel. Spaß haben ist wichtiger als Höchstleistung. Dann hat man beim zweiten Mal auch nicht diesen Muskelkater.

Was heißt denn „behutsam anfangen“ konkret?

Vier Minuten gehen, eine Minute traben, vier Minuten gehen... Diesen 5-Minuten-Rhythmus haben wir auch, wenn bei unserem Donnerstagslauftreff Neulinge anfangen. Wenn das gut läuft, können es beim nächsten Mal schon 1,30 oder zwei Minuten laufen sein. Wichtig ist, sich langsam zu steigern, denn zum Anfang fehlt ja noch die Laufmotorik. Viele rammen erst mal die Hacken in den Boden. Kommt dann noch Übergewicht dazu, gibt es Knie- oder Hüftprobleme.

Stellt sich ein gesunder Laufstil mit der Zeit von allein ein?

Nein, dazu sollte man sich von erfahrenen Läufern unter die Fittiche nehmen lassen. Es braucht ein gewisses Tempo, um an der Technik zu feilen.

Wie häufig sollte man trainieren?

Alle zwei bis drei Tage. In der Zeit, in der sich der Körper erholt, wachsen die Muskeln und die Bänder kommen nach der ungewohnten Belastung zur Ruhe.

Wie sieht Ihr Programm aus?

Ich bereite mich auf den Ironman auf Lanzarote vor und trainiere 14 Stunden die Woche. Dabei gilt das Gleiche: Nicht zu doll.

Denken Sie, dass der von Ihnen geplante Halbmarathon am 2. Mai und der Triathlon am 11./12. September stattfinden können?

Klar! Wer jetzt anfängt zu trainieren, könnte es noch schaffen, beim Halbmarathon mitzulaufen.