Jugendkunstpreis: Goldene Rosen aus Erkner für den kreativen Nachwuchs
In den Sparten Literatur, Musik, bildende und angewandte Kunst einschließlich Malerei, Grafik, Fotografie, Keramik und Objektkunst, reichten 158 junge Leute 207 Exponate ein, die alle von fachkundigen Jurymitgliedern sorgfältig geprüft wurden.
Der Wettbewerb, dessen Symbol und zugleich Hauptpreis eine kunstvolle goldene Rose ist, ist längst über Erkner hinaus bekannt. Als lokaler Schülerwettstreit gestartet, hat er sich zu einem Wettbewerb mit internationalem Flair gemausert, an dem sich aktuell auch Jugendliche aus Polen, Georgien, Schottland und dem Irak beteiligten. Zur Preisverleihung konnte Vereinsvorsitzende Sigrid Riedel eine Delegation aus Polen begrüßen. Marek Zdunek, Bürgermeister aus Erkners Partnerstadt Goluchow, drückte nicht nur seinen jungen Landsleuten die Daumen, sondern dankte für die freundschaftliche Atmosphäre, zu der alle kunstbegeisterten Jugendlichen beitrugen.
Erneut gab es die meisten Einsendungen im Bereich der bildenden und angewandten Kunst, wobei die 14–Jährige Lara Ulrich vom Geschwister–Scholl–Gymnasium Fürstenwalde die jüngste Wettbewerbsteilnehmerin war. Ihre Arbeit, für die sie eine Anerkennung erhielt, ist jetzt zusammen mit weiteren Zeichnungen, Gemälden und Fotografien im Rathausfoyer ausgestellt.
Erste Preise konnten Lucy–Conny Perlick aus Storkow (18 Jahre) und Maggy Schade (16 Jahre) entgegennehmen. Für die leidenschaftlich fotografierende Maggy war es bereits die zweite goldene Rose, die sie nach Kagel mitnehmen konnte. Es wurden mehr als 30 Anerkennungen, Preise und zwei Sonderpreise, unter anderem an eine Schülergruppe vom Gerhart–Hauptmann–Gymnasium aus Friedrichshagen für phantasievolle „Muttierte Insekten“, vergeben.
Leider gibt es immer weniger Jugendliche, die Prosatexte oder Gedichte schreiben. Umso erfreulicher ist es, die Texte kennenzulernen, die Amelie Gesche (16 Jahre), Antonia Räde (22 Jahre) und der gleichaltrige Paul Purps vorstellten. Alle drei kommen aus Fürstenwalde. Amelie, sie ist Internatsschülerin am Evangelischen Gymnasium in Potsdam–Hermannswerder, schreibt bereits seit ihrem neunten Lebensjahr. Für Antonia, die in Halle/Saale Biochemie studiert, ist das Verfassen von märchenhaften Erzählungen ein kreativer Ausgleich.
Eine satirische Kurzgeschichte
Der zukünftige Lehrer für Geschichte und Deutsch, Paul Purps, studiert in Potsdam, und während der Fahrten mit dem RE1 entstand „Der wohl langweiligste Krimi der Welt“ — eine satirische Kurzgeschichte mit Brandenburger Kolorit, für die er von den Veranstaltungsteilnehmern viel Beifall erhielt. Erkners Bürgermeister Henryk Pilz nutzte das festliche Zusammensein, um die kunstfördernden Aktivitäten des Vereins hervorzuheben, der viel für die Stadt und ihr Renommee im Ausland tut. Allen Jugendlichen ist mit den Worten des Leiters des Gerhart–Hauptmann–Museums, Stefan Rohlfs, von Herzen zu wünschen: „Bleiben Sie der Kunst treu!“

