Sie sieht etwas futuristisch aus, die nagelneue elektronische Sirene, sie seit wenigen Tagen auf dem Dach des Rathauses von Grünheide, genau über dem Bürgermeister-Zimmer thront. An ihren Anblick kann man sich schon mal gewöhnen, ihr Klang wird erstmals am Mittwoch (2. November), 18 Uhr, zur Probe zu vernehmen sein. Ab dann wird sie jeweils am ersten Mittwoch im Monat, ebenfalls um 18 Uhr, auf ihre Funktionstüchtigkeit geprüft.
Wichtig ist es zu wissen, dass das Alarmsignal ausschließlich im Katastrophenfall zum Einsatz kommt. Es ist nicht zur Alarmierung der Feuerwehr im Brandfall gedacht, wie das manch einer noch aus der Vergangenheit oder aus anderen Ortschaften, zum Beispiel Kagel, Mönchwinkel und Kienbaum kennt. Die Grünheider Ortswehr hat ihr eigenes Alarmierungssystem.

Im Ernstfall die grundlegenden Verhaltensregeln beachten

Bei jedem Probelauf der Sirene wird ein 12-sekündiger Dauerton erschallen. Er wird, da ist sich Matthias Arndt vom Ordnungsamt sicher, überall im Ortsteil Grünheide zu hören sein. Sollte ein Katastrophenfall eintreten, wird für eine Minute ein auf- und abschwellender Ton zu vernehmen sein. Dann heißt es: Auf direktem Weg ins Haus bzw. die Wohnung gehen und Regionalsender im Radio oder Fernsehen einschalten, beziehungsweise auf Lautsprecheransagen von der Straße aus warten. In den geschlossenen Räumen bleiben. Fenster und Türen schließen und NICHT telefonieren – nur in begründetem Notfall die 112 wählen. Entwarnung gibt es durch einen einminütigen Dauerton.

Landkreis Oder-Spree setzt Sonder-Förderprogramm um

Die Sirene auf dem Grünheider Rathaus wurde im Rahmen eines kreisweiten Förderprojektes installierte. Der Bund hat Oder-Spree 144.000 Euro zur Verfügung gestellt, die – mit 25.000 Euro durch den Kreis kofinanziert – an sieben Standorten eingerichtet werden. Zudem werden vier Sirenen, darunter die in Gosen, modernisiert.

Bundes-Warntag am 8. Dezember 2022

Der nächste wichtige Termin ist der 8. Dezember. Zusätzlich zu den fortan turnusmäßigen Probeläufen an jedem ersten Mittwoch im Monat (18 Uhr) gibt es an jenem Donnerstag, 11 Uhr, einen bundesweiten Test der Warnmittel – von Sirenen über Radion und Fernsehen bis hin zu Anzeigetafeln und Warn-Apps.