Seit Jahren wünscht sich Grünheide eine engere Taktung beim RE1-Halt am Bahnhof Fangschleuse. Jetzt stehen die Signale dafür auf grün – wenn die Gemeinde die Kapazität an Parkplätzen erhöht. Der Hauptausschuss hat sich mit dem Thema befasst, denn es steht die Möglichkeit eines Flächentauschs mit dem Land Brandenburg im Raum. Die Landesforstverwaltung hat laut Bürgermeister Arne Christiani eine Fläche angeboten, die sich an den derzeitigen Parkplatz nördlich der Bahnstrecke anschließt. Dafür möchte sie ein Areal am Eichbrand von der Gemeinde übertragen bekommen. Da dieses etwas größer als das an der Bahn ausfällt, käme für die Gemeinde eine Ausgleichszahlung obendrauf.

Aussicht auf ersehnten Halbstundentakt

Währenddessen Tobias Thieme (Die Linke) den Handel ausdrücklich begrüßte, weil die Gemeinde endlich die Bahntaktung bekomme, die sie seit Jahren einfordert, kam seitens der Fraktion Bürgerbündnis/FDP heftige Kritik. André Runge verlangte eine Auflistung aller in Frage kommenden Waldflächen der Gemeinde.

Auswahl an Tauschflächen gefordert

Das vorgeschlagene Stück empfindet er zu attraktiv und für eigene Entwicklungsmöglichkeiten der Gemeinde interessant. Zudem will die Fraktion, dass Tesla an den Kosten beteiligt wird. Denn im Zuge der Ansiedlung solle der Parkplatz südlich der Bahn als Bushalt verwendet werden, die Parkfläche für Pkw dort wegfallen.
Die ins Auge gefasste Erweiterung habe nichts mit der Industrieansiedlung zu tun, betone Christiani. Es gehe um besagte Voraussetzung, um auf den Halbstunden-Takt eingestellt zu sein.