Lecia Louise
: Zugabe für den „Reeperbahn Blues“

Die australische Gitarristin und Songwriterin Lecia Louise spielte am Sonnabend im B1-Center Schöneiche.
Von
Mara Kaemmel
Schöneiche
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Australisch-niederländisches Duo: Bei ihrem Auftritt im B1 in Schöneiche wurde Gitarristin und Sängerin Lecia Louise am Schlagzeug von Jenny-K unterstützt.

Mara Kaemmel

Den Spaß an ihrer Musik war den beiden Frauen anzusehen. Voller Energie, gut gelaunt und in familiärer Atmosphäre spielten sie abwechselnd Coverversionen von Hits wie „50 Ways to Leave Your Lover“ von Paul Simon oder „Jolene“ von Dolly Parton und eigene Stücke, darunter Lecia Louises preisgekrönte Songs „Individual“ und den „Reeperbahn Blues“. Die Lieder handeln von Liebe, Träumen, Sehnsucht und sind inspiriert von Musikerlegenden wie Jimi Hendrix, Santana und den Beatles.

Es ist genau die Art von Musik, die der B1-Chef Peter Farr liebt. „Ich kann ihren Stil gar nicht richtig beschreiben“, sagt er. „Die Musik von Lecia Louise ist sehr vielfältig, man muss sie einfach hören.“  Kennengelernt hat er die Musikerin, die mit bürgerlichem Namen Lecia Louise McPhail-Bel heißt und bereits drei eigene Alben veröffentlicht hat, bei einem Konzert – seitdem sind sie befreundet. Er holte sie nun schon zum wiederholten Mal für einen Auftritt nach Schöneiche.

Auch Alexander Heller-Elspass aus Berlin mag die Live-Performance der Rocklady aus Brisbane – und war deshalb an diesem Abend unter den Zuhörern. „Ich finde, dass Lecia Louise eine der großartigsten weiblichen Gitarristen ist“, erklärte er. Der Berliner kennt sich in der Musikszene aus. Mainstream und Dudelfunk seien ihm ein Graus.  Er organisiere deshalb  hin und wieder selbst kleine Konzerte, um Musikern Auftritte zu verschaffen. „Die Künstler müssen von ihrer Arbeit leben und das wird immer schwerer.“ Der Auftritt in Schöneiche war auch nur möglich, weil Peter Farr das Konzert gesponsert hat.

Auf ihren Konzertreisen spielt Lecia Louise mit unterschiedlichen Musikern – dieses Mal mit Jenny-K, die in der Szene auch keine Unbekannte ist. Janneke van Heeswijk, wie sie heißt, tourte mit Frank Groothof und seinem Musiktheater, jetzt spielt sie in wechselnden Bands und hat ein Album herausgebracht: eingängige Popsongs über die großen Gefühle.

Nach ihrem rund zweistündigen Konzert ernteten die beiden begeisterten Applaus – und legten eine Zugabe drauf.  Peter Farr hatte sich noch einmal den „Reeperbahn Blues“ gewünscht. Lecia Louise dankte ihm vor allen Gästen: „Vielen Dank, Peter“, sagte sie auf  Deutsch und dann weiter auf Englisch, „es war eine große Freude, wieder hier zu sein.“