Erst nach mehr als zehnstündiger Sperrung ist der östliche Berliner Ring (A10) am Montagabend gegen kurz 17 Uhr wieder freigegeben worden. „Es finden noch letzte Aufräumarbeiten statt, aber der Verkehr rollt wieder“, hieß es bei der Autobahnpolizei.
Am Nachmittag waren zwei Bergungsteams noch dabei, den auf der Seite liegenden Sattelzug mit einem Kran zu entladen. „20 von 25 Big Packs mit einem Granulat wurden schon geborgen“, teilte Andreas Müller von der Autobahnmeisterei Erkner von der Unfallstelle mit. Erst dann könne, so Müller, das Fahrzeug wieder aufgerichtet und eine zerstörte Fahrbahnabtrennung repariert werden.
In beiden Richtungen und auf den Ausweichrouten kommt es daher nach wie vor zu erheblichen Staus. Das Stop-and-Go reicht beispielsweise bis nach Grünheide. An der Autobahnauffahrt in Erkner regelt die Polizei den Verkehr.

Fahrer blieb unverletzt

Im Bereich der Autobahn-Baustelle zwischen den Anschlussstellen Rüdersdorf und Erkner war am frühen Morgen gegen 3.30 Uhr ein Sattelzug nach rechts von der Fahrbahn abgekommen. Der Lkw hatte dabei eine massive Betonleitplanke, zerstört, sich dann aufgeschaukelt und war schließlich auf die Seite gekippt. Der Fahrer blieb dabei unverletzt. Den Angaben vom Montagnachmittag zufolge entstand ein Sachschaden von geschätzt 300.000 Euro.
Am Morgen hatte sich die freiwillige Feuerwehr Rüdersdorf an der Unfallstelle eingefunden. Die Einsatzkräfte mussten auslaufende Betriebsstoffe abbinden, die aus einem abgerissenen Dieseltank ausliefen.

Fahrbahnsanierung bis Dezember

Der Unfall trifft auf einen wegen einer Dauerbaustelle behinderten Verkehr. Regulär stehen für Fahrzeuge in beide Richtungen derzeit jeweils nur zwei Spuren zur Verfügung. Denn seit März wird südlich der Anschlussstelle Rüdersdorf die Fahrbahn in Richtung Autobahndreieck Spreeau saniert. Dort hatte der „Betonkrebs“ der Fahrbahn zugesetzt – nun wird saniert. Die Arbeiten sollen bis Dezember 2021 andauern.
Auf Brandenburgs Straßen sind am Wochenende (24./25. April) 69 Menschen bei Verkehrsunfällen verletzt worden. Ums Leben kam dabei niemand, wie ein Polizeisprecher am Montag in Potsdam sagte. Zwischen Freitag (23. April) und Sonntag (25. April) wurden vom Lagezentrum der Polizei Brandenburg insgesamt 379 Unfälle registriert. Bei 54 davon wurden Menschen verletzt, bei den restlichen Unfällen entstanden lediglich Sachschäden. (mit dpa)