Rettungsdienst Oder-Spree
: Neue Rettungswache in Erkner — so soll sie aussehen

In Erkner haben die Bauarbeiten für die neue Rettungswache begonnen. Wie sie nach ihrer Fertigstellung aussehen soll und wann der erste RTW von hier startet.
Von
Emy Tiede
Erkner
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Auf dem Grundstück an der Neu Zittauer Straße/Ecke Am Schützenwäldchen bereitet ein Bagger aktuell das Gelände für den Neubau der Rettungswache in Erkner vor.

Auf dem Grundstück an der Neu Zittauer Straße/Ecke Am Schützenwäldchen bereitet ein Bagger aktuell das Gelände für den Neubau der Rettungswache in Erkner vor.

Emy Tiede
  • In Erkner entsteht bis August 2026 eine neue Rettungswache mit fünf Stellplätzen und moderner Technik.
  • Nachhaltigkeit im Fokus: Geplant sind ein Solargründach und energieeffiziente Bauweise.
  • Der Standort nahe der bisherigen Wache ermöglicht schnelle Einsatzzeiten und gute Verkehrsanbindung.
  • Bauarbeiten bringen Lärm und Vibrationen, Anwohnende werden um Verständnis gebeten.
  • Oder-Spree hat 17 Rettungswachen mit 21 Rettungswagen, fünf Notarzt- und drei Krankentransportwagen.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Wer derzeit an der Neu Zittauer Straße Ecke Am Schützenwäldchen in Erkner vorbeifährt, dem dürfte der Bagger ins Auge fallen, der sich auf dem hügeligen Grundstück zwischen Shell-Tankstelle und Wohngebiet in Bewegung gesetzt hat. Er ist das sichtbare Zeichen dafür, dass die Bauarbeiten für die neue Rettungswache in Erkner offiziell begonnen haben.

Seit Ende Juli läuft die Baugrubensicherung, wie die Pressestelle des Rettungsdienstes im Landkreis Oder-Spree mitteilt. Bis August 2026 soll an dieser Stelle eine neue Rettungswache entstehen – mit insgesamt fünf Stellplätzen für zwei Fahrzeuge, einer separaten Waschhalle sowie Aufenthalts- und Funktionsräumen für die Einsatzkräfte.

In ihrer neuen Umgebung sollen die Einsatzkräfte auch hier im bekannten 12- und 24 -Stunden-Schichtmodell arbeiten, betont Danny Schulze aus dem Bereich Qualitätsmanagement und Öffentlichkeitsarbeit. Zu den geplanten Baukosten macht der Rettungsdienst Oder-Spree auf Nachfrage dagegen zunächst keine Angaben.

Rettungsstelle in Erkner soll nachhaltiger werden

Ein besonderes Augenmerk liegt beim Bau der neuen Rettungswache in Erkner auf Nachhaltigkeit und moderner Technik. Geplant ist ein sogenanntes Solargründach, das Photovoltaik mit extensiver Begrünung kombiniert. Bereits seit 2021 war bekannt geworden, dass die bisherige Rettungswache in Erkner ersetzt werden soll.

Feuerwache Erkner

So  soll die Rettungswache einmal aussehen: Die Visualisierung zeigt den geplanten Neubau mit fünf Stellplätzen. Die Fertigstellung ist für August 2026 vorgesehen.

Ingenieurbüro Hoch- und Tiefbau eG

Durch die Corona-Pandemie kam es jedoch zu Verzögerungen, weshalb der Bau erst in diesem Jahr beginnen konnte. Wie die neue Rettungswache einmal aussehen soll, zeigen erste Visualisierungen, die der Rettungsdienst Oder-Spree in der Pressemitteilung ebenfalls veröffentlicht hat.

Neue Rettungswache in Erkner: Schnelle Einsatzzeiten möglich

Der neue Standort wurde gemeinsam mit der Stadt Erkner und dem Landkreis ausgewählt. Dabei spielte nicht nur die verkehrsgünstige Lage mit direkter Ausfahrt auf die Neu Zittauer Straße eine Rolle, sondern auch die Nähe zur bisherigen Wache, die etwa 400 Meter entfernt liegt.

„Die direkte Ausfahrt auf eine Hauptverkehrsstraße ermöglicht weiterhin schnelle Einsatzzeiten – ein entscheidender Faktor zur Einhaltung der gesetzlichen Hilfsfristen“, so Schulze. Die gesetzlich geforderte Hilfsfrist beträgt maximal 15 Minuten zwischen Notruf und Eintreffen am Einsatzort. Die nächstgelegenen Rettungswachen befinden sich in Woltersdorf, Freienbrink, Spreenhagen und Schöneiche.

In den kommenden Monaten werden die Bauarbeiten in Erkner weiter voranschreiten. Für Anwohnende bringen sie unvermeidliche Belastungen mit sich. Besonders in der frühen Bauphase kann es durch Rammarbeiten zu Lärm und Vibrationen kommen. „Wir wissen, dass dies belastend sein kann, und bitten um Verständnis“, heißt es in der Pressemitteilung.

17 Rettungswachen in Oder-Spree

Im Landkreis Oder-Spree sorgen 17 Rettungswachen für eine flächendeckende Notfallversorgung. Koordiniert werden alle Einsätze über die Leitstelle Oderland in Frankfurt (Oder), die auch für Märkisch-Oderland und die Stadt Frankfurt (Oder) zuständig ist.

Die Wachen sind laut Rettungsdienst GmbH mit insgesamt 21 Rettungswagen, 5 Notarzt-einsatzfahrzeugen und 3 Krankentransportwagen ausgestattet. (red)