S-Bahn S3 ab Erkner
: Was der neue Fahrplan für Pendler nach Berlin bringt

Zum Fahrplanwechsel im Dezember 2023 gibt es Änderungen auf mehreren S-Bahn-Linien in Berlin und Brandenburg, darunter auch bei der S3 ab Erkner. Was Pendler und Fahrgäste erwartet.
Von
Christian Heinig
Erkner
Jetzt in der App anhören

Eine S-Bahn der Linie S3 am Bahnhof in Erkner.

Christian Heinig

Im Gegensatz zu Pendlern der S-Bahn-Außenäste in Bernau (S2) und Strausberg (S5) haben Nutzer der S3 ab Erkner schon jetzt einen Vorteil: In Stoßzeiten wird hier der durchschnittliche 20-Minuten-Takt verdichtet. Dann fahren alle 10 Minuten Züge entweder nach Berlin-Spandau (Endhaltestelle) oder zumindest bis Ostbahnhof. Und die gute Nachricht für alle Fahrgäste der S3 ist: Es soll weitere Verbesserungen geben.

Das hat die S-Bahn im Zusammenhang mit dem bevorstehenden Fahrplanwechsel angekündigt. Dieser erfolgt turnusgemäß zum 10. Dezember. Und ab dann, so heißt es in einer Pressemitteilung, soll die S3 in der Hauptverkehrszeit alle zehn Minuten zwischen Erkner und Charlottenburg verkehren.

Kein Umstieg in Ostbahnhof nötig

Das bedeutet: Für alle, die über den Ostbahnhof hinaus wollen, etwa zum Alexanderplatz, Friedrichstraße oder Hauptbahnhof, entfällt der zusätzliche Umstieg. Auch Fahrgäste in der Berliner Innenstadt profitieren. Denn die Verlängerung der S3 von Ostbahnhof bis Charlottenburg heißt: Auf der Stadtbahn werden pro Stunde und Richtung künftig drei zusätzliche Fahrten angeboten.

Peter Buchner, Geschäftsführer der S-Bahn Berlin, sagt: „Durch die Neufahrzeuge der Baureihe 483/484 ist unsere Flotte deutlich gewachsen. So können wir für unsere Fahrgäste in Berlin und Brandenburg im Fahrplan 2024 mehr und längere Züge auf die Schiene bringen. Pendler:innen profitieren von mehr Platz und dichteren Takten.“

Mehr Verbindungen bei S1 und S5

Verbesserungen soll es übrigens auch auf anderen Linien geben. Bei S1 (Oranienburg) und S2 (Bernau) sollen schrittweise längere Züge mit acht statt sechs Wagen zum Einsatz kommen. Mit zusätzlichen Zügen in der Hauptverkehrszeit soll es zudem auf den nachfragestarken Linien S1 und S5 alle fünf Minuten Fahrten zwischen Zehlendorf und Potsdamer Platz sowie zwischen Mahlsdorf und Warschauer Straße geben, heißt es.

Im Mobilitätskompass der MOZ wurde das S-Bahn-Angebot ab Erkner mehrfach gelobt – ebenso wie der RE1, der von dort Richtung Berlin oder Frankfurt (Oder) verkehrt. Kritik äußerten Umfrage-Teilnehmer dagegen unter anderem am Bus-Angebot. Dabei ging es insbesondere um Unpünktlichkeit und häufige Ausfälle.

Pendeln

Warum kommt die Bahn zu spät? Was bringt ein Tempolimit auf der Autobahn? Und wie sieht die perfekte Innenstadt für Radfahrer und Fußgänger aus? Wir berichten über Mobilität in unserer Region - und darüber hinaus.