Eine Premiere feierte die kleine historische Druckwerkstatt der Johannes-Gutenberg-Oberschule auf dem Docemus Campus Neu Zittau. Am Dienstag gab es den allerersten Andruck auf einer Handsetzerei, die aus einer privaten Berliner Schenkung stammt. Unter Anleitung von Christoph Geyer von der Animus-Galerie in Gosen übten sich 13 Schüler der 7c im Erkennen verschiedener Typen und im Anordnen einzelner Buchstaben im Rahmen. „Damit beim Setzen die Buchstaben nicht purzeln, ist viel Übung nötig“, erzählt Geyer. Herauskam beim ersten Einsatz einer sechs Kilo schweren Buchbinderpresse eine Postkarte mit einem Sinnspruch zur Weisheit.

Schule benannt nach Johannes Gutenberg

Christoph Geyermann, der in seinem Gosener Atelier selbst druckt, hatte die Initiative ergriffen: „Eine Schule, benannt nach dem Erfinder des Buchdrucks Gutenberg und eine historische Setzerei, das passt gut zusammen“, hatte sich Geyer gedacht. Tatsächlich war er sich schnell mit Schulleiter Frank Kurbjuhn einig geworden und durfte so die Schul-Werkstatt aufstellen. Buchdruck, so wie ihn die Schüler am Dienstag ausprobierten, wurde laut Geyer noch bis in die 80er Jahre angewandt.

Projekt passt zum Unterricht

Die Siebtklässler können mit dieser Praxiserfahrung gut an den Geschichtsunterricht über die Zeit des späten Mittelalters und ihren Kunstunterricht anschließen, erklärt Drucker und Künstler Geyer. Gerade arbeitet er mit der Hälfte der Klasse, nach Weihnachten ist die andere Hälfte an der Reihe.