Schule in Erkner
: Mit Bundeswehr da, aber ohne Tesla – damit lockt die Zukunftsmesse

Das Carl-Bechstein-Gymnasium in Erkner informiert über Studium und Ausbildung. Unter den 70 Ausstellern sind viele lokale Unternehmen und bekannte Unis. Warum sich der Besuch lohnt.
Von
Leonie Heß
Erkner
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Ein Teil des Planungsteams der Zukunftsmesse am Carl-Bechstein-Gymnasium. Lehrerin Anke Elster mit ihren Schülern Michel Mühlmeister, Fritzi Reske und Emil Ternick (v.l.).

Ein Teil des Planungsteams der Zukunftsmesse „Beruf und Studium“ am Carl-Bechstein-Gymnasium in Erkner. Lehrerin Anke Elster mit ihren Schülern Michel Mühlmeister, Fritzi Reske und Emil Ternick (v.l.).

Leonie Heß
  • Zukunftsmesse am Carl-Bechstein-Gymnasium in Erkner am 5. April von 10 bis 14 Uhr.
  • 70 Aussteller, darunter lokale Unternehmen und bekannte Unis, informieren über Studium und Ausbildung.
  • Schüler organisieren die Messe selbst, unterstützt von Lehrerin Anke Elster.
  • Wichtige Kontakte zu potenziellen Arbeitgebern können geknüpft werden.
  • Tesla fehlt dieses Jahr, die vollständige Ausstellerliste auf der Website.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Während die ersten warmen, fast sommerlichen Tage aufkommen, geht es für Schülerinnen und Schüler der 12. Klasse nun ans Eingemachte. Prüfungen, Abistress und Zukunftspläne. „Was möchtest du denn nach der Schule machen?“, hört man zu dieser Zeit beinahe jeden Tag. Auch am Carl-Bechstein-Gymnasium in Erkner.

Für Orientierung bei dieser Frage soll am CBG auch in diesem Jahr die Zukunftsmesse „Studium und Beruf“ sorgen. Am 5. April findet sie bereits zum zweiten Mal statt. Ob Ausbildung, Studium, Praktikum, Auslandsjahr, Minijob, duales Studium oder Orientierungsjahr – die Möglichkeiten, sich nach der Schule zu orientieren, sind so vielseitig wie noch nie. Mit 70 verschiedenen Unternehmen, Universitäten und lokalen Betrieben gibt es eine große Auswahl an Ausstellern und die Möglichkeit, wichtige Kontakte zu knüpfen.

Zukunftsmesse in Erkner – von Schülern für Schüler

„Letztes Jahr habe ich noch vieles selbst gemacht, aber nun liegt die Messe wirklich zum Großteil in den Händen meiner Schüler“, erklärt Anke Elster, Lehrerin am Carl-Bechstein-Gymnasium. Vor ihren Zeiten als Lehrerin hat Anke Elster längere Zeit in der Messeplanung gearbeitet und kennt sich daher aus. „Die Akquise der Aussteller habe ich übernommen, aber ums Catering, Aufbau und Organisation kümmern sich die Kleingruppen“.

Schüler Emil Ternick ist gemeinsam mit seiner Gruppe für den Aufbau verantwortlich, Fritzi Reskes Team kümmert sich um die Hostessenarbeit an dem Tag, Michel Mühlmeister sorgt mit seiner Gruppe für das leibliche Wohl und Hugo Opoczynski ist im Bereich Werbung tätig.

„Natürlich sind die Vorbereitungen stressig und anspruchsvoll, aber wir lernen hier wirklich sehr viel Praktisches und ich finde, wir haben das letztes Jahr schon gut gemeistert“, erzählt Fritzi Reske stolz.

Vor dem Carl-Bechstein-Gymnasium wird kräftig für die Messe geworben.

Vor dem Carl-Bechstein-Gymnasium wird kräftig für die Messe geworben.

Leonie Heß

Tesla, Bundeswehr, Unis, IHK – viele Aussteller erwartet

Die Liste der potenziellen zukünftigen Arbeitgeber auf der Zukunftsmesse am CBG, die am 5. April von 10 bis 14 Uhr Schüler und Eltern lockt, ist dieses Jahr nochmal um rund 20 Namen erweitert worden. „Es spricht sich definitiv rum“, freut sich Anke Elster. Weiter führt sie aus: „Wir haben jetzt tatsächlich auch einige Betriebe von Eltern meiner Schüler. Die rufen mich dann ganz begeistert an und wollen einen Stand buchen. Ein Beispiel ist hier die ‚Hüttinger GmbH‘ für Elektroanlagen aus Berlin. Da hat der Besitzer hier seine Kinder in der siebten und elften Klasse auf der Schule.“

Als lokale Unternehmen sind beispielsweise das Bildungszentrum Erkner, die Gemeinde Grünheide, die Handwerksammer Ostbrandenburg, die Heizung und Sanitär Woltersdorf e.G., der Landkreis Oder-Spree, die Stadt Erkner oder auch die Wohnungsgesellschaft Erkner mbH mit dabei. Anke Elster betont: „Wir machen das natürlich auch, um die Wirtschaft hier in Erkner zu stärken.“

Wer seine Zukunft an einer Hochschule oder Universität sieht, hat auch in diesem Bereich reichlich Auswahl: Die bbw Hochschule, die Charité, die Viadrina Universität in Frankfurt (Oder), die Fachhochschule des Mittelstandes, die HTW Berlin, die IST Hochschule oder auch die Volkshochschule Oder-Spree.

Darüber hinaus gibt es natürlich noch die „Big Player“, die bundesweit vertreten sind: Die Agentur für Arbeit, die Bundeswehr, die Polizei, diverse Versicherungen, Edeka und Lidl und auch die IHK. „Ich finde es wichtig, so viele Wege wie möglich aufzuzeigen“, stellt Anke Elster klar.

Wer seinen Blick über die Ausstellerliste schweifen lässt, dem wird auffallen, dass ein großer Name fehlt: der von US-Elektroautobauer Tesla. Lehrerin Anke Elster erklärt: „Warum sie dieses Jahr nicht kommen, weiß ich ehrlich gesagt gar nicht. Wir stehen ja durchaus mit Tesla in Kontakt. Die waren ja auch bei den Bewerbungstrainings der 9. Klasse da. Ich denke, das wird intern sein.“

Die vollständige Liste der Aussteller findet sich auf der Website des Carl-Bechstein-Gymnasiums.

Vorstellungsgespräche, Absprachen, Verträge – was geboten wird

CBG-Lehrerin Anke Elster ist der Stolz und die Vorfreude auf die Zukunftsmesse sichtlich anzumerken: „Richtige Verträge werden hier zwar nicht angeboten, aber durchaus sehr klare und konkrete Absprachen.“ Die Leute seien ja direkt vor Ort, da könne man sich kennenlernen und auch Kontaktdaten austauschen. „Das ist natürlich dann für spätere Bewerbungen Gold wert, sich schon mal persönlich vorgestellt zu haben.“

Zukunftsmesse am CBG Erkner – wann und wo

Am 5. April von 10 bis 14 Uhr direkt im Carl-Bechstein-Gymnasium. Neu Zittauer Str. 1, 15537 Erkner. Es gibt Kuchen, Grillgut, Kaffee und Softdrinks.