Sperrung in Berlin-Schmöckwitz
: Adlergestell nach Grünau ab Montag dicht – große Umleitung

Die wichtige Pendler-Trasse zwischen Berlin-Schmöckwitz und Grünau (Adlergestell) ist marode und muss erneuert werden. Drei Wochen könnte das dauern. Warum die Umleitung zeitintensiv ist.
Von
Christian Heinig
Berlin-Schmöckwitz
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Wichtige Pendler-Trasse: Das Adlergestell soll zwischen Berlin-Schmöckwitz und Grünau für drei Wochen gesperrt werden.

Christian Heinig

Auf Pendler aus dem südöstlichen Berliner Speckgürtel kommen harte Zeiten zu. Grund ist die angekündigte Sanierung des Adlergestells zwischen Berlin-Schmöckwitz und Grünau. Die Straßendecke ist hier in einem desolaten Zustand, Schlagloch reiht sich an Schlagloch. Wegen der Witterungsschäden musste die zulässige Höchstgeschwindigkeit bereits von Tempo 70 auf 30 reduziert werden – aus Verkehrssicherheitsgründen, wie es heißt.

Nun sollen die Schäden auf der wichtigen Pendler-Trasse, die vor allem von Anwohnern aus Eichwalde, Zeuthen, Schulzendorf, Wildau, Königs Wusterhausen und Wernsdorf (Dahme-Spreewald) täglich genutzt wird, behoben werden. Dazu ist eine Vollsperrung nötig, wie das Bezirksamt Treptow-Köpenick mitteilte.

Sperrung ab 12. Februar zwischen Schmöckwitz und Grünau

Sie soll am 12. Februar beginnen. „Die Dauer der Baumaßnahme ist abhängig von den Witterungsverhältnissen“, heißt es. Aktuell werde von etwa drei Wochen Bauzeit ausgegangen. Betroffen ist der Abschnitt zwischen Rabindranath-Tagore-Straße (Grünau) bis Schappachstraße (Karolinenhof).

Warum die Vollsperrung? Das liegt laut Bezirk an der zu geringen Fahrbahnbreite (6,50 Meter). Ihretwegen sei es nicht möglich, während der Baumaßnahme eine Fahrspur aufrechtzuerhalten. „Aus Arbeitsschutzgründen und bautechnischen Notwendigkeiten kann nur unter Vollsperrung der Fahrbahn, das heißt bei Sperrung beider Fahrtrichtungen, gebaut werden.“

Umleitung über Gosen-Neu Zittau, Erkner und Waltersdorf

Die Folge für Autofahrer: weiträumige Umfahrungen über die Umlandgemeinden des Landes Brandenburg. „Entsprechende Hinweistafeln zur Verkehrsführung bzw. Umfahrungsmöglichkeiten werden aufgestellt“, so der Bezirk. Noch sind diese nicht zu sehen.

Viele Möglichkeiten, das dürften ortskundige Verkehrsteilnehmer wissen, gibt es für die Umleitung nicht. Wer in den östlichen Teil Berlins muss, kann über Gosen-Neu Zittau (nach Müggelheim) oder Erkner (nach Friedrichshagen) in die Hauptstadt kommen. Wer Richtung Stadtautobahn und in den westlichen Teil muss, dem bleibt praktisch nur die Verbindung über Waltersdorf und Schönefeld (A113).

A117 oder „Schleichweg“ über Waltersdorf

Ist Berlin-Mitte das Ziel, bietet sich zudem die A117 zwischen Waltersdorf und Treptow an, die nach längerer Sperrung zumindest stadteinwärts wieder befahrbar ist. Weitere Optionen gibt es in Waltersdorf vom Gewerbegebiet aus über die Grünauer Straße nach Bohnsdorf. Oder über den bekannten „Schleichweg“ (Schwarzer Weg Siedlung), der über die Bahnbrücke ebenfalls nach Bohnsdorf führt. Allerdings handelt es sich hier um eine Einbahnstraße, die nur von Brandenburg nach Berlin befahrbar ist.

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