Zu einem gefährlichen Eingriff in den Schienenverkehr und dem Vorwurf einer gefährlichen Körperverletzung kam es gestern Abend (30. November) in Schöneiche bei Berlin.
In der dortigen Waldstraße sollen drei Personen Werbetafeln beziehungsweise -plakate entlang der Straßenbahnhaltestelle abgerissen und dann auf den Gleisen platziert haben. Gegen 21 Uhr fuhr eine Straßenbahn mit Fahrgästen dort entlang.
Der Triebwagenfahrer musste scharf abbremsen, um eine Kollision mit den Gegenständen zu verhindern. Dann stieg er aus, um das Trio anzusprechen. Sofort zückte einer der Täter sein Pfefferspray und sprühte in Richtung Gesicht des Fahrers. Dann entfernten sich die bislang unbekannten Täter. Der Straßenbahnfahrer wurde dabei leicht verletzt.

Anzeige bei Polizei – Fahrgäste greifen nicht ein

Nach Angaben der Schöneicher-Rüdersdorfer Straßenbahn (SRS) habe er die Fahrt nach dem Vorfall noch bis zurm Betrieshof fortsetzen können und sei dann dort abgelöst worden. „Er wurde zu einem Durchgangsarzt geschickt“, sagte SRS-Betriebsleiter Sebastian Stahl auf Nachfrage. „Wir haben Anzeige erstattet.“ Was Stahl irritiert hat: In dem Zug seien auch einige Fahrgäste gewesen. „Aber niemand ist ausgestiegen oder hat eingegriffen.“ Alle seien sitzengeblieben und hätten einfach gewartet, bis die Fahrt weitergeht.

Polizei bittet um Hilfe bei Aufklärung der Straftaten

Die Kriminalpolizei der Inspektion Oder-Spree/Frankfurt (Oder) ermittelt nun in dem Fall, wie Kriminalhauptkommissar Stefan Möhwald berichtet.
Die Polizei bittet die Bevölkerung dabei um Unterstützung. Hinweise zur Aufklärung des Geschehens und zur Identifizierung des Angreifers und seiner Kumpels sind willkommen.
Angaben werden unter der Rufnummer 03361 5680 oder über die Internetwache www.polizei.brandenburg.de (Hinweis geben) gern entgegengenommen. Es kann auch jede andere Polizeidienststelle kontaktiert werden.