Wie denken die Menschen in Erkner über die Nutzung von Paketdienstleistern? Und was halten sie von nachhaltigen Mobilitätsangeboten? Das will ein Forscherteam des in Erkner ansässigen Leibniz-Instituts für Raumbezogene Sozialforschung (IRS) herausfinden.

2000 Haushalte zufällig ausgewählt

Dazu soll ab dem 22. März eine repräsentative Haushaltsbefragung durchgeführt werden, teilte das Institut mit. 2000 Haushalte wurden dafür zufällig ausgewählt. Sie werden in den kommenden Tagen in ihren Briefkästen eine Einladung zum Ausfüllen eines Online-Fragebogens finden. Um auch Haushalte ohne Online-Zugang zu erreichen, sei zudem das Ausfüllen eines Papierfragebogens möglich.

Mehr Pakete wegen Corona

Zum Anliegen der Studie betont Dr. Ralph Richter vom IRS: „In der Corona-Pandemie hat die Nutzung von Paketdiensten enorm an Bedeutung gewonnen.“ Jedoch werde in der Paketlogistik stark auf emissionsintensive Dieseltransporter gesetzt. „Wir untersuchen, unter welchen Umständen Menschen zur Nutzung nachhaltiger Logistik- und Mobilitätsangebote wie Paketstationen, Lastenräder und E-Autos bereit sind“, sagt Richter. Auch Tesla spiele dabei eine Rolle. „Die direkte Nachbarschaft von Erkner zur neuen Teslafabrik könnte das Bewusstsein für nachhaltige Antriebe gesteigert haben und macht Erkner so zu einem interessanten Befragungsort.“

Projekt wird vom Bund gefördert

Die Befragung in Erkner ist Teil des Forschungsprojektes Stadtquartier 4.1, wie es in der Mitteilung des IRS heißt. Bei dem Projekt, das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert wird, gehe es darum, umweltschonende Logistikangebote zu erforschen und die Ak zeptanz und dauerhafte Nutzungsbereitschaft dieser Angebote zu erhöhen.
Beteiligt sind neben dem Leibniz-Institut für Raumbezogene Sozialforschung auch das Beratungsunternehmen LogisticNetwork Consultants (LNC), das Fraunhofer Institut für Produktionsanlagen und Konstruktionstechnik (IPK) sowie das Insel-Projekt.Berlin.