Tesla Grünheide: Abgespecktes Model Y aus Brandenburg – das ist der Preis

Tesla in Grünheide: Das neue Model Y in der "Standard"-Ausführung wird für Europa in der Gigafactory gebaut.
Tesla- Tesla plant Produktion des günstigeren Model Y „Standard“ in Grünheide bei Berlin.
- In den USA kostet die Standard-Version ab 39.990 Dollar, Europa-Preise folgen am 10. Oktober.
- Unterschiede: kürzere Reichweite, weniger Funktionen, Stoff- statt Ledersitze.
- Branchenexperten erwarten in Europa einen Preis zwischen 38.000 und 40.000 Euro.
- Grünheide-Fabrik erhöht Produktion, Absatzprobleme in Deutschland bestehen weiterhin.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Kann ein abgespecktes Model Y dem US-Elektroautobauer Tesla neuen Schwung verleihen? Eine Antwort darauf könnte es in den kommenden Monaten geben. Denn das Unternehmen von Elon Musk bringt wie angekündigt eine „Standard“-Version seines Mittelklasse-SUV auf den Markt. In den USA ist es bereits seit einigen Tagen bestellbar – in Deutschland jetzt ebenfalls.
Die Produktion des preiswerteren Model Y ist auch in der Tesla-Fabrik im brandenburgischen Grünheide vorgesehen. Werksleiter André Thierig soll dies laut Medienberichten bereits intern angekündigt haben. Auf Nachfrage wollte sich Tesla dazu zunächst nicht äußern, nun folgte aber am Freitag (10.10.) per Mitteilung die Bestätigung. „Das Model Y Standard wird in der Gigafactory Berlin-Brandenburg für Europa gebaut“, heißt es darin. Die Auslieferung an Kunden soll demnach ab November erfolgen.
Ursprünglich hatte Tesla-Chef Musk ein günstigeres E-Auto zum Preis ab 25.000 US-Dollar in Aussicht gestellt. Doch im Vorjahr verwarf er die Pläne. Stattdessen sollte auf den bestehenden Fertigungslinien eine abgespeckte Version bereits bekannter Fahrzeuge gebaut werden. Dies gilt neben dem Model Y auch für das Model 3.
Neues Tesla Model Y – Stoff statt veganem Leder
Die Versionen mit dem Zusatz „Standard“ sind in den USA bereits seit Beginn dieser Woche bestellbar. Beim Model 3 startet der Preis demnach bei 36.990 Dollar statt 42.490 Dollar bei der „Premium“-Variante. Beim Model Y sind es für die Standard-Version 39.990 Dollar gegenüber 44.990 Dollar beim Premium-Modell.
Optisch gibt es zwischen den Fahrzeugen-Varianten kaum Unterschiede. Was beim Standard-Modell fehlt, ist die durchgehende Lichtleiste vorn. Technisch betrachtet fällt die Reichweite minimal geringer aus (534 km nach WLTP). Zudem wurden einige Funktionen gestrichen, darunter das elektrisch verstellbare Lenkrad sowie der Monitor und die Sitzheizung für Passagiere auf dem Rücksitz. Verbaut werden außerdem Stoff- statt vegane Ledersitze.
Wie viel kostet der neue Standard beim Tesla Model Y?
Nun steht auch fest, was die neue „Standard“-Variante des Model Y in Europa kosten soll. Der Preis startet laut Tesla bei 39.990 Euro. Das sind rund 5000 weniger als die bisher preiswerteste Premium-Version, die ab 44.990 Euro erhältlich war. Künftig gibt es aber laut Mitteilung nur noch zwei Premium-Varianten: das Model „Maximale Reichweite Hinterradantrieb“ ab 49.990 Euro und „Maximale Reichweite Allradantrieb“ ab 52.990 Euro. Hinzu kommt das Model Y Performance für 61.990 Euro.
Branchenexperten hatten für die neue Einstiegsvariante „Standard“ mit einem Preis zwischen 38.000 bis 40.000 Euro gerechnet und damit nah dran gelegen.
Tesla kämpft seit Längerem mit Absatzproblemen, darunter auch in Deutschland. Dennoch ist die Produktionsplanung in der Brandenburger Fabrik für das dritte und vierte Quartal nochmal nach oben erhöht worden. Werksleiter Thierig sprach dabei kürzlich von „sehr guten Signalen“ für den Standort in Grünheide. Derzeit werden aus der Gigafactory, in der nach Unternehmensangaben rund 11.500 Menschen beschäftigt sind, mehr als 30 Märkte beliefert.
Tesla: Rückgang auf deutschem Automarkt – Model Y bleibt an Spitze
● Tesla hat in Europa seit Monaten mit Verkaufsrückgängen zu kämpfen, auch in Deutschland. Von Januar bis September 2025 haben sich die Neuzulassungen hierzulande auf 14.845 Fahrzeuge halbiert. Als Gründe gelten die verstärkte Konkurrenz, vor allem aus China, aber auch die politischen Aktivitäten von Firmenchef Elon Musk.
●Immerhin: Im September gab es in Deutschland ein etwas besseres Ergebnis mit einem Minus von 9,4 Prozent auf gut 3.400 Neuzulassungen. Damit lag Tesla im deutschen Elektroauto-Markt auf Rang drei hinter VW und Skoda.
● Zugleich gehört das Model Y, das in der Grünheider Fabrik gefertigt wird, in Europa weiterhin zu den meisterverkauften Elektroautos. In einigen Ländern wie Spanien und Norwegen konnte Tesla seine Auslieferungen im Vergleich zum Vorjahr sogar steigern. (dpa/che)


