Tesla Grünheide: Film in Erkner – was tun gegen Öko-Katastrophen und Wassermangel?

Film "High Noon" in Erkner: Kritiker von Tesla laden ins Kino Movieland ein. Welche Verbindung gibt es zwischen der Doku und der Fabrik in Grünheide?
Arthur Bauer- Film „High Noon“ am 12. September im Kino Movieland Erkner – Thema: Energieprojekte und Umwelt.
- Diskussion mit Regisseurin, Bürgermeister und Experten zu Wasserknappheit und Handlungsoptionen.
- Organisiert von Tesla-kritischen Gruppen wegen Sorgen um Umwelt und Wasser in der Grünheide-Region.
- Doku behandelt Kohleabbau, Solarenergie, Windkraft und Lithiumförderung in Europa.
- Tesla verweist auf Recyclinganlagen und geringen Wasserverbrauch trotz Kritik an der Gigafactory.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Mit Landschaftszerstörung und Folgen von Ausbeutung von natürlichen Ressourcen setzt sich der dokumentarische Film „High Noon – Europa im Energierausch“ auseinander. Er wird derzeit an verschiedenen Orten in Sachsen und Brandenburg gezeigt – darunter auch in Erkner. Dort läuft er am 12. September um 19 Uhr im Kino Movieland.
Die Ausstrahlung erfolgt auf Initiative von Gruppen, die sich aktuell gegen den Ausbau der Tesla „Gigafactory“ in Grünheide engagieren: der Verein für Natur & Landschaft Brandenburg sowie die Protestgruppen „Tesla den Hahn abdrehen“ und „Tesla stoppen Grünheide“.
Nach dem Film ist eine Diskussionsrunde geplant. An ihr nehmen auch die Regisseurin von High Noon, Anette Dorothea Weber, Erkners Bürgermeister Henryk Pilz und Nicola Riesberg, Landessprecherin der Grünen Liga Brandenburg, teil.
„High Noon“ – was hat der Film mit der Tesla-Region zu tun?
Der Film reist in vier Länder bzw. zu vier Großprojekten der Energieversorgung. Dabei geht es auch um Kohleabbau, Solarenergie und Windkraft in der Lausitz. Thema ist zudem eine riesige Solaranlage in Valencia in Spanien. Außerdem beschäftigt sich die Doku mit dem Lithium-Abbau im Majevice-Gebirge in Bosnien und Herzogowin, sowie mit einem anderen Projekt des Lithium-Abbaus im Jadar Tal in Serbien.
Lithium ist ein Metall, das vor allem in Batterien für mobile Geräte und Elektroautos eingesetzt wird, auch Tesla verwendet es in seinen Fahrzeugen. In dem Film spielen Tesla und die Fabrik in Grünheide aber keine unmittelbare Rolle.
Thema Energie: Film will Brücken bauen
Warum haben sich die Veranstalter dennoch entschieden, den Film in Erkner zu zeigen? Steffen Schorcht vom Verein für Natur & Landschaft Brandenburg sieht verschiedene Anknüpfungspunkte: „Uns geht es darum zu zeigen, wie Bürger von der ökologischen Entwicklung, also vom Klimawandel, vom Artensterben und von Veränderungen der Wasserkreisläufe betroffen sind – aber auch, wie sie gegensteuern können.“
In der Region um Erkner, in der 2022 die Gigafactory Grünheide eröffnet wurde, sei zum Beispiel der sinkende Grundwasserspiegel und das knappe Trinkwasser ein Problem. Im Film spiele die Wasserproblematik eine große Rolle. Sie wird beispielsweise anhand des Braunkohleabbaus in der Lausitz erläutert.
Tesla verweist auf geringen Wasserverbrauch
Die Tesla-Fabrik in Grünheide wird seit Jahren von Widerständen begleitet. Neben der Rodung von Wald sorgen sich Kritiker unter anderem um das Wasser in der Region – auch, weil die Gigafactory in einem Wasserschutzgebiet liegt.
Tesla hat Bedenken stets zurückgewiesen. Zudem verweist das US-Unternehmen auf den geringen Wasserverbrauch der Fabrik. Möglich ist dieser durch eine große Recyclinganlage, mit der es möglich ist, Produktionsabwässer wiederzuverwenden.
Diskussion nach Film mit Bürgermeister Henryk Pilz
Steffen Schorcht geht es angesichts der Herausforderungen um die Energieversorgung und Umweltbelastung auch darum, Handlungsoptionen aufzuzeigen. So soll es in der Diskussion nach dem Film um die Spielräume der Menschen gehen, etwas zu tun bzw. sich zu engagieren, wie Schorcht ankündigt.
Dazu habe man die Regisseurin Annette Dorothea Weber eingeladen, da sie durch ihren Film verschiedene betroffene Regionen gut kennengelernt habe. Mit dabei bei der Diskussion sei auch Erkners Bürgermeister Henryk Pilz, der Auskunft geben könne, wie eine von Wasserknappheit betroffene Kommune im Interesse der Bürger agieren könne.
Film „High Noon – Europa im Energierausch“
■ Was? Dokumentarfilm mit anschließender Diskussion
■ Wann? 12. September um 19 Uhr
■ Wo? Im Kino Movieland in Erkner, Friedrichstraße 58
■ Eintritt: 5,- Euro, Karten vorab bei kinomovieland.de oder an der Abendkasse
Anreise mit dem ÖPNV empfohlen, Anreise mit dem Auto trotz Baustelle an der Friedrichstraße möglich.


