Gigafactory Grünheide: Protest am Bahnhof Fangschleuse gegen Tesla-Erweiterung

Das Bündnis ruft am 9. Dezember zu einer Protestaktion in Grünheide gegen die anstehende Tesla-Erweiterung auf.
Jakob Kerry/MOZDas neu gegründete Bündnis „Tesla den Hahn abdrehen – Kampagne für Klimaschutz und Wassergerechtigkeit“ ruft für Samstag, den 9. Dezember, zu einer Protestaktion auf. Treffpunkt für die Aktion ist um 11 Uhr am Bahnhof Fangschleuse. Unter dem Motto „Blaues-Band-Aktion gegen Tesla“ wirbt das Bündnis auf seinen Kanälen in den öffentlichen Netzwerken für den Protest.
Idee der Aktion ist, dass sich alle Protestteilnehmenden mit einem blauen Band symbolisch vor den Wald stellen, der für die geplante Erweiterung der Tesla-Gigafactory abgeholzt werden soll.
Protest gegen Tesla vor der Sitzung in Grünheide
Die Protestaktion findet damit am Wochenende vor der nächsten Gemeindevertretersitzung am 14. Dezember in Grünheide statt. Bei der Sitzung soll unter anderem darüber abgestimmt werden, ob es im Hinblick auf den Bebauungsplan Nr. 60, der die Tesla-Erweiterung betrifft, zu einer Einwohnerbefragung kommt.
Der Bauplan sieht vor, dass rund 110 Hektar Wald gerodet werden. „Mich schmerzt, wie viel Wald Tesla bereits zerstört hat. Es wäre skandalös, wenn die Gemeindevertretung einer noch zerstörerischeren Erweiterung zustimmt“, so Manu Hoyer laut einer Mitteilung des Bündnisses.
Vor allem die Ansiedlung von Tesla im Wasserschutzgebiet hatte bereits in der Vergangenheit für Kritik gesorgt. Dies betonen auch die Organisatoren der „Blauen-Band-Aktion“ auf ihrer Website. Das neue Bündnis, das im September in Erkner erstmals aufgetreten ist, setzt sich aus verschiedenen Organisationen zusammen. Unter anderem gehören die Extinction Rebelion und der Verein für Natur&Landwirtschaft Brandenburg e.V. dazu.
Der Protest-Zug am 9. Dezember ist Teil einer vom Bündnis organisierten Kampagne, die verschiedene Aktionen und Vorträge beinhaltet. Zeitgleich zu der Aktion in Fangschleuse findet die Großdemonstration „Stoppt fossile Subventionen“ in Berlin statt. Diese steht im Zusammenhang mit der 28. UN-Klimakonferenz in Dubai.


