Tesla Grünheide
: So reagiert Autobauer auf Ablehnung der Bürger zur Erweiterung

Tesla ist mit seinen Plänen zur Erweiterung des Werksgeländes der Gigafactory Grünheide auf die Ablehnung der Einwohner gestoßen. So geht das Unternehmen von Elon Musk mit dem Votum um.
Von
Christian Heinig
Grünheide
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Der US-Elektroautobauer Tesla ist mit seinen Plänen zur Erweiterung des Werksgeländes auf die Ablehnung der Bürger von Grünheide bei Berlin gestoßen.

Christophe Gateau/dpa

Die Einwohner der Brandenburger „Tesla–Gemeinde“ Grünheide haben sich mit deutlicher Mehrheit gegen die Erweiterungspläne des US–Elektroautobauers ausgesprochen. In einer Bürgerbefragung stimmten 3499 Menschen mit Nein, lediglich 1882 sprachen sich dafür aus. Das ergab die öffentliche Auszählung am Dienstagabend (20.2.) im Ortsteil Kagel.

Grünheides Bürgermeister Arne Christiani (parteilos) sagte nach dem Votum, den abgelehnten Bebauungsplan (Nr. 60) werde man in der jetzigen Form den Gemeindevertretern so nicht mehr vorlegen. Aber wie geht Tesla mit der Ablehnung durch die Bürger Grünheides um?

Tesla: „Wir sehen Sorgen der Bürger“

Das Unternehmen von Elon Musk hat am Tag darauf mit einem Statement reagiert. „Es obliegt der Gemeinde Grünheide über das B–Plan Verfahren zu entscheiden“, heißt es darin. „Wir sehen, dass die Bürgerinnen und Bürger von Grünheide Sorgen in Verbindung mit der geplanten Flächenerweiterung haben“, so Tesla weiter.

Dennoch ist das US–Unternehmen nach wie vor überzeugt, dass die logistische Optimierung des Werks ein großer Gewinn für die Gemeinde sei. „Wir werden auf Basis des Feedbacks der letzten Wochen, gemeinsam mit allen Beteiligten weitere Schritte abstimmen“, schreibt Tesla. „Ziel ist weiterhin, eine signifikante Verlagerung des Lkw–Verkehrs auf die Schiene zu ermöglichen, sowie generell einen schnellen Infrastrukturaufbau rund um die Fabrik sicherzustellen“, so der US–Autobauer.

Wald müsste gerodet werden

Tesla möchte sein 300 Hektar großes Gelände der Gigafactory um 120 Hektar nach Osten erweitern. Auf dem neuen Areal sollen ein werksinterner Güterbahnhof, Lager– und Logistikflächen sowie eine Kita entstehen. Mischwald müsste dann in ein Gewerbe– und Industriegebiet umgewandelt werden.

Das Gebiet liegt teilweise im Landschaftsschutzgebiet und Trinkwasserschutzgebiet. Umweltverbände lehnen die Erweiterung ab. Auch der Brandenburger Landesforst und der Wasserverband Strausberg–Erkner (WSE) hatten negative Stellungnahmen abgegeben.

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