Triathlon: Von der Bahnschranke ausgebremst
Schulz nahm`s gelassen und gratulierte fair. Der Neuruppiner hatte sich erst kurzfristig von seinem Vereinskollegen Jonathan Merkel zu einem Start überreden lassen. Dieser hatte im Vorjahr den Sprint in Grünheide (500 m, 21,1 und 5 km) gewonnen und von der ebenso familiären wie professionellen Veranstaltung geschwärmt. Der 36–jährige Schulz wiederum hatte im Juni beim Ironman in Frankfurt/Main die angestrebte Qualifikation für die WM auf Hawaii verpasst. „Ich war schon enttäuscht und habe mich etwas gehen lassen, auch mindestens sechs Kilo zugenommen“, erzählte er im Ziel.
Merkel übrigens wurde diesmal Zweiter im Sprint. Sieger Conrad Kebelmann aus Friedrichshagen verbesserte derweil seinen eigenen Streckenrekord aus dem Jahre 2017 um eine Minute und 59 Sekunden auf 1:03:19 Stunden. Der Mitinhaber der Event–Agentur Die Sportmacher, die zum Beispiel diverse Firmen–Läufe und den Trail–Run Berlin ausrichtet, startet beim Erkner–Triathlon am 8. September über die Olympische Distanz.
„Grünheide musste sein“
Derweil tritt Steffen Krause derzeit etwas kürzer. Genau genommen hat er eigentlich alle Wettkämpfe in diesem Jahr abgesagt. Der Grund ist knapp zehn Wochen alt und heißt Martha. Der Eisenhüttenstädter hatte mit Freundin Katharina Ortel ausErkner in Grünheide gewohnt. Vor eineinhalb Jahren waren sie aus beruflichen Gründen nach Ingolstadt gezogen, im Juni kam ihre Tochter zur Welt. Aber beim Jubiläums–Triathlon in der alten Heimat wollten beide dabei sein. „Ich bin hier viermal über die Kurzdistanz gestartet und einmal im Sprint. Wenn ich auch alles andere weglasse: Grünheide musste sein“, sagte der frisch gebackene Vater, der als einer der vielen „Wiederholungstäter“ hofft, dass die zehnte Auflage nicht die letzte war.

