Dort, wo in gut elf Wochen der Triathlon mit der ersten Teildisziplin startet, gibt es immer mittwochs wieder das Open-Water-Camp, das von den Organisatoren des Ausdauer-Dreikampfes schon im Vorjahr angeboten und sehr gut angenommen worden war. In Ufernähe geht bis zu einer kleinen Bucht vor Hessenwinkel, wo die Lehrerin ihren Schützlingen erste Techniktipps gibt. Antje Franke geht dabei auf jeden Einzelnen ein. "Wir arbeiten daran, Fehler abzustellen. Triathleten müssen möglichst effizient im Wasser sein, sich die Kräfte gut einteilen", betont die 52-Jährige, die auch Trainerin der Flossenschwimmer beim Tauchclub Oberspree ist. "Die meisten sind zum Beispiel mit einer hohen Frequenz nicht schneller als mit langen, kraftvollen Zügen. Aber das muss man eben lernen."
Robert Franke ist erstmals dabei. Der Mahlsdorfer, in diesem Jahr 50 geworden, hat 2008 seinen ersten Triathlon bestritten. Auslöser war eine Wette. In Erkner war bei allen drei bisherigen Auflagen am Start, jeweils über die Olympische Distanz, bezeichnet sich aber immer noch als "Anfänger im Kraulschwimmen". Was er von dem Training mitgenommen hat? "Dass ich die Hände immer schön dicht an den Ohren entlangführen muss, mit hohem Ellenbogen und lockerem Unterarm. Bei mir sieht das noch ein bisschen wie Windmühlenflügel aus", sagt der Berliner lachend. "Ich freue mich jedenfalls schon aufs nächste Mal."
Die Trainerin wird’s gerne hören. "Ich bin ein Technikfreak, schaue mir die Schwimmer ganz genau an, um dann die richtigen Tipps geben zu können", sagt die Berliner Künstlerin, die seit 2016 Vorsitzende des Fachbereichs Leistungssport beim Verband Deutscher Sporttaucher ist. "Die Selbstkontrolle, Selbstreflexion ist im Wasser unheimlich schwer. Die richtigen Bewegungen müssen quasi ins Körpergedächtnis übergehen." Antje Franke weiß, wovon sie spricht, ist sie doch seit 32 Jahren Schwimmtrainerin.
Doreen Krüger schwärmt: "Sie kann sehr gut vermitteln, welche Fehler man macht, dass aber immer auf eine positive Art, so dass man tatsächlich motiviert ist, es besser zu machen." Die Erkneranerin war im Vorjahr beim Jedermann-Triathlon am Start – in einer Staffel, als Radfahrerin und Läuferin. "Schwimmen war nie mein Ding, aber da ich diesmal als Einzelkämpferin den kompletten Wettkampf bestreiten will, habe ich mit dem Training begonnen." Bei Antje Franke übte sie von Oktober bis März schon in der Halle im Allende-Viertel in Köpenick, "aber im See, im Freiwasser, das ist noch einmal was komplett anderes."

Stadler-Erkner-Triathlon


Die vierte Auflage findet am Sonntag, den 13. September statt. Für die Mitteldistanz – 1,9 Kilometer Schwimmen, 98 km Radfahren, 21 km Laufen, Start ist um 8 Uhr – gibt es noch 62, für die Olympische Distanz – 1,5/40/10 um 10 Uhr – nur noch 24 Startplätze. Für den Jedermann- oder auch Einsteiger-Triathlon – 700 Meter, 28 und 3,6 km – können noch 76 Teilnehmer melden. Start ist um 15 Uhr.Tags zuvor drei Kids-Swim & Run-Wettbewerbe sowie Stadtläufeüber 5 und 10 Kilometer. kb