Blitzer in Königs Wusterhausen
: Diese Radarfallen bringen Landkreis Millionen ein

Wo stehen die Blitzer in Königs Wusterhausen? Wie hoch sind die Einnahmen und wo werden sie erzielt? Der Landkreis Dahme-Spreewald packt aus.
Von
Maria Häußler
Königs Wusterhausen
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Die neue Blitzer-Säule in Kühnicht.

Er ist der König unter den Blitzern in Hoyerswerda: Das Exemplar in Kühnicht löst pro Woche rund 125 Mal aus.

Blitzer in Königs Wusterhausen bringen viel Geld ein. (Symbolbild)

Torsten Richter-Zippack
  • Blitzer in Königs Wusterhausen brachten Dahme-Spreewald bis September 2,2 Mio. Euro ein.
  • Erträge fließen in Straßenbau und Verkehrssicherheit; Fokus auf sensible Bereiche wie Schulen.
  • Drei mobile Fahrzeuge im Landkreis, feste Blitzer auf B179, K6153, B246 und B168.
  • Autofahrer können binnen zwei Wochen gegen Bußgeldbescheide Einspruch einlegen.
  • 2023 bearbeitete die Bußgeldstelle 55.010 Geschwindigkeitsverstöße.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Das Aufstellen von Blitzern soll in erster Linie der Herstellung der Verkehrssicherheit dienen. Nicht unbeachtlich sind allerdings auch die teils satten Einnahmen, die der Landkreis damit generieren kann.

So habe der Landkreis Dahme-Spreewald bis zum September 2024 2,2 Millionen Euro durch Blitzer eingenommen, wie Pressesprecherin des Kreises, Kathrin Veh, mitteilte. Im Jahr 2023 waren es insgesamt 2,55 Millionen Euro. Die Gemeinde Schönefeld betreibe ebenfalls Geschwindigkeitskontrollen, allerdings in „Eigenregie“.

„Es wurde bei den Neuinstallationen seit dem Jahr 2020 darauf geachtet, dass sensible Bereiche besondere Berücksichtigung finden“, sagt die Pressesprecherin. „Das bedeutet konkret, dass vor Schulen, Kitas, Krankenhäusern und Seniorenheimen neue stationäre Geschwindigkeitseinrichtungen eingerichtet wurden.“ Dies diene der Prävention. Im Jahr 2023 habe die Bußgeldstelle 55.010 Geschwindigkeitsüberschreitungen bearbeitet. Das Geld fließe in den Haushalt, so Veh. Konkret in Mittel für den Straßen- und Radwegebau und die Kreisverkehrswacht des Landkreis Dahme-Spreewald.

Wo Blitzer in Königs Wusterhausen stehen

Die Standorte für „stationäre Anlagen“, das heißt fest stehende Blitzer, wurden im Landkreis selten geändert. Eine Radarfalle in Königs Wusterhausen steht auf der B179 Körbiskrug. Ein Foto auf Blitzer.de zeigt besagten Blitzer neben einem Baum, der ihn aus der Entfernung verdeckt.

Ein weiterer Blitzer steht auf der K6153 Zernsdorf. 2020 kam es hier, auf der Karl-Marx-Straße in Zernsdorf, zu einem Verkehrsunfall: Ein 9-jähriges Kind kam schwerverletzt ins Krankenhaus. Die Ortsdurchfahrt hat inzwischen einen Zebrastreifen. Direkt neben der Straße liegt eine Kita, der Bahnhof und zwei Kilometer entfernt steht auch die Grundschule Zernsdorf. Im Gegensatz zu dem Blitzer in Körbiskrug handelt es sich um eine neue Anlage, die in beide Richtungen blitzt.

Im gesamten Landkreis seien drei mobile Fahrzeuge im Einsatz, die meist innerstädtisch kontrollieren, so die Sprecherin. Hier würden die Standorte regelmäßig überprüft und häufig neue Standorte aufgenommen. Die meisten Raser würden allerdings von stationären Anlagen geblitzt: auf der B246 in Bestensee und auf der B168 in Lieberose. Diese beiden Anlagen sorgten für die höchsten Einnahmen im Landkreis.

Autofahrer, die geblitzt wurden, können gegen einen Bußgeldbescheid innerhalb von zwei Wochen Einspruch einlegen. Der Einspruch muss nicht begründet werden. Eine Begründung sollten Beschuldigte laut ADAC erst angeben, nachdem ein Anwalt die Aufzeichnungen der Bußgeldstelle ausgewertet hat.

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