Weihnachtsbaum
: Späth´sche Baumschule startet Saison – welche Tanne im Trend liegt

In der Späth´schen Baumschule in Königs Wusterhausen ist die Weihnachsbaum-Saison für Berlin und Brandenburg eröffnet worden. Welche Tanne liegt im Trend? Und wie geht es am nachhaltigsten?
Von
Michael Herrmann
Königs Wusterhausen
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Die Späth´sche Baumschule startet die Weihnachtsbaum-Saison. Vier Mann, eine Tanne - von links nach rechts: Oliver Igel (Bürgermeister von Treptow-Köpenick), Jörg Schneider (Landesverbandsvorsitzender des Bunds deutscher Baumschulen Brandenburg–Berlin), Lutz Grille (Vizepräsident vom „Gartenbauverband Berlin–Brandenburg“) und Holger Zahn (Geschäftsführer der Späth´schen Baumschule in Königs-Wusterhausen)

Michael Herrmann

Auch wenn es bis Weihnachten noch gute sieben Wochen hin ist, wird in den Supermarktregalen schon seit Wochen Weihnachtsgebäck angeboten. Was traditionell mindestens ebenso zum Fest der Liebe dazugehört, ist ein feierlich geschmückter Tannenbaum. Immerhin 24 Millionen solcher Bäume werden in Deutschland alljährlich herausgeputzt und mit Lebkuchen, Lametta, Kugeln oder Lichtern verziert.

An diesem Wochenende (4.11.) fand die Eröffnung der Weihnachtsbaum-Saison in Königs–Wusterhausen statt. Auf dem Gelände der ältesten Baumschule Deutschlands trafen sich Jörg Schneider als Landesverbandsvorsitzender des Bundes deutscher Baumschulen Brandenburg–Berlin, der Vizepräsident „Gartenbauverband Berlin–Brandenburg“ Lutz Grille sowie Holger Zahn als Geschäftsführer der Späth´schen Baumschule.

Olivel Igel springt für Regierenden Bürgermeister ein

Für den kurzfristig verhinderten Regierenden Bürgermeister Kai Wegener sprang Oliver Igel ein, der Bezirksbürgermeister von Treptow-Köpenick. Zu seinem Bezirk gehört der Ortsteil Baumschulenweg, der seinen Namen eben jener Baumschule verdankt, die dort seit 1720 ansässig ist.

Geht es um den Kauf einer Tanne fürs Weihnachtsfest, legen Verbraucher mittlerweile verstärkt Wert auf die Nachhaltigkeit der Bäume. Nachhaltigkeit ist mehr als nur ein Trend, es ist ein Zukunftsthema. Diesen Aspekt unterstrichen alle vier Redner, indem sie beispielsweise den ökologischen Anbau, kurze Lieferwege und eine mögliche Weiterverwendung nach den Festtagen betonten.

„Brandenburg hat die Flächen und Berlin den Bedarf an Weihnachtsbäumen“, sagte etwa Jörg Schneider und brachte damit auf den Punkt, dass eine Tanne in einem Haushalt der Hauptstadt idealerweise aus dem Umland kommen sollte. Oliver Igel erkannte darin eines von vielen Beispielen dafür, dass Brandenburg und Berlin voneinander profitieren.

Musikalischer Rahmen: Das Weihnachtsmänner-Horn-Quartett bei der Weihnachtsbaum-Saison Eröffnung in Königs Wusterhausen.

Michael Herrmann

Kleinere Weihnachtsbäume liegen bei Singles im Trend

Im direkten Anschluss ging es zur Saisoneröffnung auf die Anbaufläche, wo der erste Baum per Spaten gerodet wurde. Die gut 1,20 Meter große Schwarzkiefertanne wurde komplett aus dem Erdreich gegraben, das Wurzelwerk mit einem Ballen aus Draht und Jutestoff transportfertig verpackt.

Politiker trifft auf Baumexperten: Der Bürgermeister von Köpenick, Oliver Igel (l.) und Holger Zahn, Geschäftsführer der Späth´schen Baumschule, beim Ausgraben der Tanne.

Michael Herrmann

Beides ist biologisch abbaubar, sodass dieser Baum nach der Weihnachtszeit in einem Garten oder entsprechend großen Topf weiterleben kann. Gerade in den vielen Single–Haushalten Berlins erfreuen sich kleinere Varianten des immergrünen Baumes mehr und mehr an Beliebtheit.

Experte gibt Tipps zum Weihnachtsbaum

„Da empfehlen wir zum Beispiel die Zuckerhutfichte mit einer Höhe bis 60 Zentimeter. Der Baum ist mindestens zwölf Monate vorher direkt im Topf gewachsen, in dem sich die Wurzeln gut ausbilden konnten“, verrät Holger Zahn von der Späth´schen Baumschule. Viel länger als eine Woche sollten solche Tannen allerdings nicht in der warmen Stube bleiben, da sie dann Maitriebe ausbilden, gibt der Experte noch einen Tipp zum Schluss.

Nachhaltiger Weihnachtsbaum: Holger Zahn (Geschäftsführer der Späth´schen Baumschule) mit der ausgegrabenen Tanne. Sie ist versandfertig und geht als Spende an ein Hospiz der Björn Schulz-Stiftung.

Michael Herrmann

Das Fazit der Weihnachtsbaum–Saisoneröffnung lautet demnach: Solange es sich beim Baum um ein Gehölz aus nachhaltigem und regionalem Anbau handelt, braucht es kein schlechtes Gewissen aus Umweltschutzgründen.

Weihnachtsbaum und die Ökobilanz

Selbst geschlagene Bäume weisen eine gute Ökobilanz auf und tun etwas Gutes für unser Klima, solange sie aus regionalem Anbau stammen. Ein Hektar „Weihnachtsbäume“ bindet in den zehn Jahren bis zur Ernte etwa 150 Tonnen Kohlendioxid und nochmal das Doppelte an Feinstaub. Gleichzeitig wird durch die Pflanzen während ihres Wachstums circa 100 Tonnen Sauerstoff abgegeben. Außerdem bieten die heranwachsenden Nadelbäume Lebensraum sowie Nistplätze für die regionale Insekten– und Vogelwelt.