Wie die Havelland-Kliniken GmbH am Freitag, 19. November 2021, mitteilte, werden aktuell 21 Corona-Patienten im Krankenhaus in Nauen betreut, davon vier intensiv-medizinisch. Die Kliniken haben ihre auch schon in früheren Wellen der Pandemie erprobte Teilung der beiden Häuser in Rathenow und Nauen Non-Covid- und Covid-Haus wieder aufgenommen.
In Nauen wurde der Isolierbereich durch Umzug einzelner Stationen erweitert, um mehr Betten für Corona-Patienten zur Verfügung stellen zu können. Aktuell sind 37 Betten und zwei Intensivbetten für die ausschließliche Versorgung von Covid-Patienten vorgesehen.

Bei höheren Fallzahlen auch Rathenow mit Corona-Station

Die Kliniken und ihr interner Corona-Krisenstab bereiten sich aber auch auf noch höhere Fallzahlen vor und könnten im Bedarfsfall auch in Rathenow ein Station mit 20 Betten einrichten. Dies war rund um den Jahreswechsel 2020/21 bereits nötig geworden. Der Krisenstab tagt nun wieder regelmäßig, um die Entwicklung an den eigenen Standorten aber auch im Umfeld zu beobachten und gegebenenfalls kurzfristige Maßnahmen umzusetzen.

Planbare Eingriffe werden auch in Nauen und Rathenow verschoben

Seit dem Schreiben der Gesundheitsministerin Ursula Nonnemacher (Die Grünen) vom 12. November, werden auch in den Havelland-Kliniken planbare Eingriffe verschoben, wenn diese nicht „zeitkritisch“ sind. Die Einschätzung darüber trifft der jeweilige Chefarzt über eine Einzelfallprüfung.

Patienten dürfen nur noch in Einzelfällen besucht werden

Der neuesten Corona-Eindämmungsverordnung entsprechend, haben auch die Havelland-Klininken die Besuchsrechte weitgehend ein geschränkt. So dürfen Patienten nur noch in Einzelfällen Besuch erhalten. Das betrifft Kinder unter 16 Jahren und Schwerstkranke. Schwangere können eine Begleitperson zur Entbindung mitnehmen, sofern diese einen negativen Schnelltest vorweisen kann und symptomfrei ist. Besucher müssen sich vorab telefonisch auf den Stationen anmelden. Sie dürfen die Klinik nur betreten, wenn sie symptomfrei sind und - neu - einen aktuellen negatigen Test vorweisen können. Das gilt unabhängig vom Impfstatus. Zudem muss eine FFP2-Maske getragen werden.

Situation in Pflegeheimen stabil

Derzeit gibt es bei den Seniorenpflegeeinrichtungen der Unternehmensgruppe kein Ausbruchsgeschehen, wie es in einer Pressemitteilung heißt. Allerdings steige der Krankenstand beim Personal gerade an. Gründe dafür seien sowohl saisonala Infekte, aber auch Quarantänen. Die Mitarbeiter werden regelmäßig getestet, zudem werden derzeit Booster-Impfungen für den Coronaschutz sowie Grippeschutzimpfungen im Unternehmen durchgeführt.
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