Bereits seit Sonntag hat der Landkreis Havelland eine 7-Tage-Inzidenz, die den Schwellenwert von 750 in der Corona-Schutzverordnung des Landes Brandenburg überschreitet. Auch am heutigen Mittwoch, 19. Januar 2022, liegt die Inzidenz laut Dashboard des Robert-Koch-Instituts (RKI) bei 783,3. Auch sind landesweit mehr als 10 Prozent der Intensivbetten in den Krankenhäusern mit Corona-Patienten belegt. Damit greift im Havelland ab heute eine weitere Stufe der Eindämmungsverordnung – eine nächtliche Ausgangssperre.
Diese gilt nicht für geimpfte und genesene Personen und schränkt alle anderen in der Zeit von 22.00 bis 6.00 Uhr in ihrer Bewegungsfreiheit ein. Erlaubt ist der „Aufenthalt im öffentlichen Raum“ in dieser Zeit nur noch in wichtigen Ausnahmefällen, wie dem Besuch eines Lebenspartners, der Arbeit oder der Versorgung von Tieren oder Angehörigen. Auch medizinische Notfälle gehören dazu. Die genauen Vorschriften können auf der Corona-Seite des Landkreises nachgelesen werden.
Diese Maßnahme wird erst wieder aufgehoben, wenn die Inzidenz an drei auffeinander folgenden Tagen unter 750 liegt bzw. die landesweite Auslastung der Intensivbetten mit Corona-Patienten an drei Tagen unter 10 Prozent sinkt.

Vier Corona-Patienten auf der Intensivstation in Nauen

Die restliche Corona-Lage stellt sich derweil in der Region wie folgt da: Die Gesamtzahl aller seit Pandemiebeginn infizierten Havelländer liegt heute bei 15.244, 138 Neuinfektionen kamen hinzu. Mit Stand 8.15 Uhr sind laut DIVI-Intensivregister von insgesamt 19 verfügbaren Intensivbetten in Nauen und Rathenow zwei frei, vier sind mit Corona-Patienten belegt, wovon einer invasiv beatmet werden muss. 222 Havelländer sind im Zusammenhang mit einer Covid-Erkrankung verstorben.
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