Wie die Havelland-Klinik in Nauen am Freitag, 3. Dezember 2021, mitteilte, werden mittlerweile 23 Corona-Patienten hier behandelt, vier davon müssen intensivmedizinisch versorgt werden. Unter den Patienten befinden sich auch erste Personen aus Südbrandenburg, die aus den dortigen vollen Kliniken übernommen wurden. Die Havelland-Kliniken GmbH geht davon, dass weitere derartige Verlegungen folgen werden. Das würde bei den Abstimmungsrunden Brandenburger Kliniken deutlich werden.

Havelland-Kliniken erweitern Kapazitäten der Isolierstation

In Nauen richtet man sich auf weitere steigenden Covid-Patientenzahlen ein und erweiter die Kapazitäten, indem eine zusätzliche Station zur Nutzung als Isolierbereich vorbereitet wird. Insgesamt stehen dann 50 Corona-Betten bei erhöhtem Bedarf zur Verfügung. Für Covid-Intensivpatienten wurde die Kapazität auf vier Betten erhöht.
Diese Umwidmung ergibt sich aus der Reduzierung der planbaren Operationen und der Möglichkeit, die beiden Kliniken in Rathenow und Nauen getrennt zu führen. So werden nachgewiesene Corona-Fälle ausschließlich in Nauen betreut und hierher verlegt werden, während in Rathenow noch planbare Eingriffe möglich sind. Wenn Patienten den Standortwechsel akzeptieren, könnte hier noch operiert werden, heißt es aus den Kliniken. Da Besuche für Patienten zur Zeit nur in Ausnahmefällen möglich sind, wirbt die Klinikleitung dafür, dieses Angebot im Sinne der Gesundheit anzunehmen.

Klinik will Patienten gegen Corona impfen

Stationäre Patienten der Havelland-Kliniken könnten bald in den Genuss einer Corona-Impfung kommen, wenn es ihr Gesundheitszustand zulässt und der behandelnde Arzt sich dafür ausspricht. Entsprechende Vorbereitungen würden gerade getroffen werden.
Daneben gelten weitere Schutzmaßnahmen in den Kliniken, um Infektionen zu verhindern. So brauchen Mitarbeiter und Besucher unabhängig vom Impfstatus einen aktuellen negativen Corona-Test und müssen eine FFP2-Maske tragen. Wer die Notfallversorgung in den Kliniken aufsuchen muss, wird gebeten, nur eine Begleitperson mitzubringen, wenn das wirklich erforderlich ist. Gerade dort solle möglichst jedes Infektionsrisiko vermieden werden.